Ausstellung Haus der Geschichte Baden-Württemberg: „Hut ab - Pickelhauben, Pussyhat und andere Geschichten" (Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg)

Ausstellung „Hut ab - Pickelhauben, Pussyhat und andere Geschichten“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Ausstellung „Hut ab - Pickelhauben, Pussyhat und andere Geschichten“ im Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Ausstellung Haus der Geschichte Baden-Württemberg: „Hut ab - Pickelhauben, Pussyhat und andere Geschichten" (Foto: Haus der Geschichte Baden-Württemberg)
Die Jagd nach Schmuckfedern für immer aufwendigere Hutkreationen steigerte sich im frühen 20. Jahrhundert zu einer weltumspannenden Schmuckfederindustrie. Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Ein Vogelfederhut aus der Schauspielproduktion »Der Raub der Sabinerinnen« von 2016 am Staatstheater Stuttgart, Kostümgestaltung aus der Zeit der Jahrhundertwende. (c) Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Präparierter Paradiesvogel, um 1900. Das bunt schillernde Gefieder der Paradiesvögel in Papua-Neuguinea galt vor dem Ersten Weltkrieg als edelstes und teuerstes Schmuckelement für die Verwendung auf Damenhüten. Echte Kostbarkeiten waren ganze Vogelbälge. Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Die bekannteste Kopfbedeckung Baden-Württembergs ist der rote Bollenhut. In drei Schwarzwalddörfern entwickelte er sich im 18. und 19. Jahrhundert zur Tracht unverheirateter Frauen. Entgegen verbreiteter Klischees handelt es sich bei dem Hut nicht um ein »ur«-Schwarzwälder und erst recht nicht um ein »ur«-badisches Kleidungsstück. Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Bollenhut von Anneliese Schuhholz. Die Stuttgarterin reiste 1955 in die USA, um Werbung für Baden-Württemberg als Urlaubsland zu machen. Die badische »Bauern-Zeitung« protestierte daraufin gegen den »Trachtenmissbrauch« durch eine »Stuttgarter Großstadtdame«.
Pussyhat, 2017. Die rosa Mütze mit angedeuteten Katzenohren wurde zum Symbol der neuen Frauenbewegung. Name und Gestaltung spielen auf die Aussage von Donald Trump an, er könne nach Belieben Frauen an die »Pussy« greifen. Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Pickelhaube mit Gewehrkugel, 1915. Die preußische Pickelhaube wurde nach der Reichsgründung 1871 ein gesamtdeutsches Symbol. Insbesondere in Frankreich war sie nach der preußisch-deutschen Invasion von 1870 negativ behaftet. Die alliierte Propaganda im Ersten Weltkrieg machte sie zum »allumspannenden Symbol« des deutschen »Barbarismus«. Haus der Geschichte Baden-Württemberg/Bernd Eidenmüller
Die Ballonmütze, beliebte Kopfbedeckung bei Arbeitern des 20. Jahrhunderts, galt in den 1920er-Jahren auch als Ausdruck kommunistischer Gesinnung. Haus der Geschichte Baden-Württemberg

Warum tauchen Kopfbedeckungen nach Jahrzehnten wieder im Alltag auf? Warum sorgen Kippa und Kopftuch wieder für Streit? Das will eine Ausstellung im Stuttgarter Haus der Geschichte Baden-Württemberg erklären.

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