Gespräch

30 Jahre Designpreis Baden-Württemberg: Design kann ein „Tool“ der Gesellschaft sein

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Max Bauer

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Weniger herstellen, sinnvoller mit den Ressourcen umgehen

„Das Design hat auch umzugehen mit Themen wie Mangel und Überfluss“, sagt Stefan Lippert, Gründer des UP Designstudios. Dinge gut verwendbar, attraktiv und langlebig zu machen, sei noch bis in die 80er-Jahre das Hauptaugenmerk von Designer*innen gewesen. Heute sei die Situation völlig anders. Lippert nimmt an einer Diskussionsveranstaltung teil, die zum 30. Jubiläum des Designpreises Baden-Württemberg in Stuttgart stattfindet.

Designer*innen müssten sich heute außerdem mit der Menschheitsaufgabe konfrontieren, weniger herzustellen und sinnvoller mit den Ressourcen der Erde umzugehen, so Lippert. Die notwendigen Veränderungen der Gesellschaft seien besser zu meistern, wenn das Design auch ein „Tool“, ein Werkzeug der Gesellschaft werde. Es gebe ein großes Wissen im Designbereich, was die Gestaltung von allen möglichen Prozessen angehe. Dieses Wissen in soziale und politische Entscheidungsprozesse zu integrieren, sei ein großer Schritt.

Internationaler Designpreis feiert 30. Jubiläum

Zum 30. Jubiläum des vom Design-Center Baden-Württemberg verliehen Internationalen Designpreises Baden-Württemberg startet das Design-Center nun eine Diskussionsreihe, unter anderem zu den Themen „Designkriterien im Wandel“ oder „Mit Design Gesellschaft gestalten“. Die Diskussion am 2.2.2022 ab 19 Uhr ist per Livestream online zu erleben.

Im Ständehaus des Alten Schlosses Stuttgart ist bis zum 1. Mai 2022 die Ausstellung „Geschmackssache. Vorbildliches Deisgn um 1900“ zu sehen.

Portrait Die Designerin Evgeniya Scherer: „Die Mode bist du“ - Von Lahr zur New York Fashion Week

Die Modeinsdustrie ist ein schnelllebiges Geschäft. Was heute angesagt ist, kann morgen schon ein Ladenhüter sein. Und mal ganz abgesehen davon, dreht sich das Mode-Karussell immer schneller - eine Fashion-Schau jagt die andere. Dennoch hat sich Evgenia Scherer aus Lahr im Ortenaukreis für den Beruf der Modesdesignerin entschieden und lebt den Traum, den sie schon vor 20 Jahren geträumt hat. Damals sagte sie sich: „Wenn ich nicht Rechtsanwältin geworden wäre, dann wäre ich gerne Künstlerin“. Nach einem Studium an der Akademie für bildende Kunst in Lahr hat sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und macht Mode, die auch auf den Trend zum Upcycling setzt.  mehr...

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