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Kunst im öffentlichen für den öffentlichen Raum gestalten, dazu werden seit 20 Jahren nationale und internationale Künstler*innen auf den Marktplatz in Spaichingen eingeladen. Die auch im Dialog mit den Bürger*innen entstandenen Arbeiten sind im urbanen Raum und entlang des Kunstpfades „Von Berg zu Berg“ vom Hohenkarpfen bis zum Dreifaltigkeitsberg ausgestellt.

Skulpturen auf dem Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen

Skulpturen auf dem Dreifaltigkeitsberg (Foto: Stadtküstler Spaichingen)
Der Dreifaltigkeitsberg mit seiner barocken Wallfahrtskirche ist der Hausberg Spaichingens. Mit seinen fast 1000 Metern Höhe bietet er einen spektakulären Blick in die Landschaft und die Skulpturen, die dort oben jetzt zu sehen sind, geben Einblick in das Projekt Stadtkünstler. — Im Bild: Weltenfahrer von Daniel Wagenblast Stadtküstler Spaichingen Bild in Detailansicht öffnen
Ein Projekt, das für den Dialog mit den Künstler*innen und der Auseinandersetzung mit ihren Werken steht. Gerade auch, weil es die Bevölkerung schon in den Entstehungsprozess miteinbezieht und so Identifikation schafft. — Im Bild: Weltenfahrer von Daniel Wagenblast Stadtküstler Spaichingen Bild in Detailansicht öffnen
Das Konzept, Kunst nicht nur für den öffentlichen, sondern auch im öffentlichen Raum vor Publikum zu machen ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Und für viele Künstler*innen, die gewohnt sind im Elfenbeinturm ihres Ateliers zu arbeiten, eine Herausforderung. — Im Bild: Hybride #55 von Hans Schüle Tobias Ignée Bild in Detailansicht öffnen
Kurator der „Stadtkünstler“ ist der renommierte Rottweiler Bildhauer Jürgen Knubben. Er sucht seit 20 Jahren die Künstler*innen für das Projekt aus. Seine Qualitätskriterien dabei: „Es muss originär sein, es darf nichts sein, was es schon an einer anderen Stelle gibt. Es muss heutig sein, gegenwärtig sein, es muss eine Konstanz haben.“ — Im Bild: Lumen von Angela Glajcar Tobias Ignée Bild in Detailansicht öffnen
Weiteres Kriterium: die Vielfalt. Und so finden sich auf dem 200 Meter langen Skulpturenpfad Arbeiten aus Holz, Metall, Glas, Kunststoff und Stein. Wie etwa „Der Wagen“ von Hans-Jürgen Kossack. Eine Skulptur aus gegossenem und aufgetragenem Beton, die an einen Karren erinnert, auf dem die sterblichen Überreste einer Figur aufgebahrt sind, zu ihrer Rechten ein Maschinengewehr. — Im Bild: Der Wagen von Hans-Jürgen Kossack Tobias Ignée Bild in Detailansicht öffnen
Künstler Thomas Putze war bereits mehrfach in Spaichingen zu Gast — unter anderem weil eine seiner Holzskulpturen als Grillholz missbraucht worden war. — Im Bild: Kirche der heiligen Enfalt von Thomas Putze Tobias Ignée Bild in Detailansicht öffnen
Der Künstler nahm es mit Fassung und hat die betroffene Skulptur um- und neu gebaut. Putze arbeitet mit verschiedenen Materialien, aber vor allem mit Holz. — Im Bild: Kirche der heiligen Einfalt, Thomas Putze Stadtkünstler Spaichingen Bild in Detailansicht öffnen
Man kann sich auf dem Pfad mit seinen insgesamt 13 Skulpturen aber auch einfach nur vom Spiel der Kunstwerke mit der Natur beindrucken lassen. Wenn sich beispielsweise in einer meterhohen Skulptur aus Aluminium, Stahl und Kupfer das Sonnenlicht spiegelt und je nach Einfallswinkel Form und Strukturen verändern. — Im Bild: Avatar von Frieder Preis Stadtkünstler Spaichingen Bild in Detailansicht öffnen
Die Arbeit von Urban Hüter, einem Meisterschüler des Konzeptkünstlers Otmar Hörl, wurde, wie viele andere Objekte auch, nicht von ihrem angestammten Platz in der Stadt auf den Dreifaltigkeitsberg raufgeschafft, sondern extra für die sehenswerte Ausstellung angefertigt. Sicherlich auch als Dank, seit vielen Jahren Teil des außergewöhnlichen Projektes „Stadtkunst Spaichingen“ sein zu dürfen. — Im Bild: Ohne Titel von Urban Hüter Stadtkünstler Spaichingen Bild in Detailansicht öffnen

Dort wird bis April 2021 eine Jubiläumsausstellung mit ausgewählten Skulpturen gezeigt.

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