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Im Jahr 2019 konnte der Jazz Club Singen auf sein 30-jähriges Bestehen zurückblicken. Im Dezember 1989 wurde das erste Abendkonzert im Kulturzentrum GEMS mit dem Duo Aki Takase/Maria Joao eröffnet. Im Jubiläumsprogramm 2019 traten deshalb viele Musiker und Bands auf, die schon häufiger zu Gast im Jazz Club waren: Myra Melford, David Krakauer's Abraham Inc., Chris Potter, um nur einige zu nennen. Aber auch neue Namen tauchten im Programm auf: Anna-Lena Schnabel, Rebecca Trescher, Kerstin Haberecht. Musiker*innen, die auf der Bühne des Jazz Clubs voll überzeugen konnten und dort bestimmt nicht das letzte Mal zu sehen waren. Treibende Kraft hinter allem ist neben Klaus Mühlherr von Anfang an Rudolf Kolmstetter, in den 60er Jahren in Düsseldorf mit Rock und Blues groß geworden. Aber sein Schlüsselerlebnis hatte er Ende der 60er Jahre in der Tonhalle, als er das Jimmy Smith Trio live hörte. Von jetzt an gab es eigentlich nur noch eine Musik – Jazz. Nach zehn Jahren Freiburg, wo es ein reichhaltiges Jazz-Konzertangebot gab, zog er in die Jazz-Diaspora Singen und musste von nun an weite Wege fahren, um seiner Leidenschaft zu frönen. Das hatte ein Ende, als im Mai 1989 der Jazz Club Singen gegründet wurde und er erster Vorsitzender wurde und sich seine Bands, die er mochte, nach Singen holen konnte. "Seitdem habe ich keines der 620 Abendkonzerte verpasst", wie er betont. Veranstaltungsort ist das Soziokulturelle Zentrum "GEMS" in Singen. Hier findet der Club die komplette Infrastruktur für seine Konzerte und einen hervorragenden Raum. Der Jazz Club ist Mitglied im Jazzverband Baden-Württemberg und zählt mittlerweile 428 Mitglieder, Tendenz steigend. Im Jahr 2019 gab es bereits zum vierten (!) Mal den "APPLAUS", den Preis der Initiative Musik für eine außergewöhnlich gute Programmplanung, verliehen von keiner Geringeren als der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Monika Grütters.

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