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Fünf Fragen an unsere Kulturpartner Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte

Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte
Von Juni bis August kann man im Kloster Alpirsbach herausragende Orchester und Solisten hören. Die Konzerte finden seit 1952 im reizvollen gotischen Kreuzgang des 900 Jahre alten ehemaligen Benediktiner-Klosters statt.

Der musikalische Leiter unseres Kulturpartners "Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte" Ullrich Weissert und der 1. Vorsitzender Reiner Ullrich haben die "Fünf Fragen... an unsere Kulturpartner" beantwortet und geben einen Blick hinter die Kulissen der erfolgreichen Reihe.

Frage 1: Welche Besonderheiten zeichnen ihr Festival und seine Geschichte aus?
– Das Ambiente des 900 Jahre alten Benediktinerklosters
– Die unverwechselbare Akustik
– Die Beständigkeit durch über 60 Jahre Tradition
– Eine familiäre Atmosphäre
– Die traditionell sehr moderaten Eintrittspreise

Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte

Klosteranlage – Dachlandschaft am Kreuzgang Bessler

Frage 2: Welches war bislang Ihr außergewöhnlichstes Projekt und welches der künftigen halten Sie für das Interessanteste?
Das fällt schwer zu sagen. Sind doch alle live-Konzerte außergewöhnlich – mit einem der Baden-Württembergischen Kammerorchester, Musica Antiqua Köln, Festival Strings Luzern oder dem Concilium Musicum Wien, um einige Höhepunkte zu nennen. Verschiedentlich gab es den Versuch, in die traditionelle Streicherorchesterreihe erfolgreiche Farbverläufe mit Harfe, Klavier oder Blechbläsern zu setzen. In der Saison 2014 ist das innovativste Programm sicher das 3. Konzert unter dem Titel "Eine musikalische Sensation" am 26.7., wo ein historisches Oboenensemble auf ein modernes Saxophonquartett trifft. Ausführende sind Concert Royal Köln und Saxofourte.

Frage 3: Wo sind die brennenden Probleme?
– Der allgemein zu beobachtende Bildungsrückgang, insbesondere die musikalische Allgemeinbildung ist nicht mehr common sense.
– Der damit einhergehende Besucherrückgang bzw. die Stagnation auf einem niederen Niveau
– Hohe Zusatzbelastungen durch die Künstlersozialkasse (selbst für russische Ensembles zu bezahlen!) und die Gema bei gemischten Programmen
– Erhalt der Reihe auf ihrem hohen musikalischen Niveau trotz der äußeren Sachzwänge


Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte

Persius Ensemble

Frage 4: Wie beurteilen Sie die Sparzwänge öffentlicher Haushalte im Hinblick auf Ihr Festival? Wie gehen Sie damit um?
Die Sparzwänge öffentlicher Haushalte sind ein Faktum und wirken sich konkret auf die Finanzierung unserer Konzertreihe aus. Die Kreuzgangkonzerte können nur in beschränktem Maße auf finanzielle Unterstützung der Stadt oder anderer öffentlicher Zuschussgeber zurück greifen. Umso mehr bekommt das Sponsoring durch Unternehmen und die Unterstützung von privater Seite größere Bedeutung. Auf das Sponsoring und die private Unterstützung sind wir daher nachhaltig angewiesen, um die Kreuzgangkonzerte jedes Jahr realisieren zu können. In diesem Zusammenhang versuchen wir auch Konzertpartner zur Finanzierung eines jeweiligen Konzertes zu gewinnen und bieten diesen an, damit zu werben und sich als Kulturpartner darzustellen.

Frage 5: Welchen Stellenwert haben Ihrer Meinung nach "Kulturpartnerschaften" in der heutigen Zeit?
Kulturpartnerschaften haben nach unserer Einschätzung einen immer größeren Stellenwert, da wir mit einem Kulturpartner, wie z.B. SWR2, weit über unseren bisher angestammten Kreis auf unsere Konzertreihe aufmerksam machen und sie einem kulturinteressierten Publikum anbieten können. Darüber hinaus kann auch im Zuge von Kulturpartnerschaften die eigene Konzertreihe weiter entwickelt werden. Somit tragen Kulturpartnerschaften grundsätzlich zur Beibehaltung der Kreuzgangkonzerte als wiederkehrendes und institutionalisiertes Kulturangebot bei.


Internetseite der Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte: www.kreuzgangkonzerte.de/


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