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Bühne „Zugabe“ – Mario Adorf startet seine letzte Tournee

Es soll kein Abschied werden, die letzte Bühnentournee des 88-jährigen Schauspielers und Entertainers Mario Adorf, eher eine „Zugabe“. Für die Premiere in Stuttgart hat Mario Adorf tief in seiner Anekdotenkiste gekramt und präsentierte eine Mischung aus Lesung und Geschichtenabend gespickt mit allerlei Chansons und Episoden seines wechselvollen Lebens.

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Mario Adorfs Abschiedstournee „Zugabe“ - Premiere in Stuttgart

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Ein Abschied soll es nicht werden, auch wenn Schauspieler Mario Adorf, der im September 89 Jahre alt wird wird, nun in Stuttgart seine letzte Tournee startete.

Ein Abschied soll es nicht werden, auch wenn Schauspieler Mario Adorf, der im September 89 Jahre alt wird wird, nun in Stuttgart seine letzte Tournee startete.

„Zugabe“ hat Mario Adorf seine letzte Bühnentournee genannt: eine Mischung aus Lesung und Geschichtenabend gespickt mit Chansons aus Italien, Deutschland und Frankreich.

Dabei erzählt Adorf von den Anfängen seiner verschlungenen Karriere und lässt sein Leben als Schauspieler, Entertainer und Autor Revue passieren - begleitet von seinem langjährigen Pianisten Klaus Wagenleiter.

Tief kramt Adorf in seiner Ankedotenkiste. Hervor kommen Episoden aus seinem Schauspielerleben, aber auch private Rückblicke.

Mario Adorf ist in Zürich geboren und in der Eifel aufgewachsen. Keine einfache Kindheit, die alleinerziehende Mutter musste den unehelichen Sohn in ein Heim geben.

Adorf macht Karriere als Schauspieler. Mit Schurkenrollen macht er sich in Deutschland einen Namen – zum Beispiel in „Winnetou“. Später brilliert er als Charakterdarsteller – in der „Blechtrommel“ oder auch als „Der große Bellheim“.

Unvergleichlich auch sein Auftritt als schmieriger Klebstofffabrikant Haffenloher in „Kir Royal“. In mehr als 200 Film- und Fernsehrollen hat Mario Adorf gespielt. Über all seine großen und kleinen Auftritte erzählt Adorf in seiner Bühnenshow.

3:05 min

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Porträt

Mario Adorf – vom Bösewicht zum Charakterdarsteller des Films

Silke Arning

Mario Adorf startet in Stuttgart seine letzte Bühnentournee. „Zugabe“, so der Titel - ein Abschied soll es nicht werden. Eher ein Best-of: eine Mischung aus Lesung und Geschichtenabend gespickt mit Chansons und allerlei Anekdoten aus seinem Leben. In SWR2 blickt der 88-jährige Schauspieler zurück auf ein bewegtes Leben.

Mario Adorfs Abschiedstournee „Zugabe“ läuft noch bis zum 1. Juni an neun weiteren Spielorten in Deutschland. Die nächsten Vorstellungen sind am 17. Mai in Baden-Baden und am 18. Mai in Frankfurt. Alle Termine finden Sie hier.

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Die großen Filmrollen von Mario Adorf

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Mit seiner letzten großen Tournee zum gleichnamigen Buch "Zugabe" möchte sich der Schauspieler Mario Adorf von den großen Bühnen des Landes verabschieden. In seinem Programm blickt er zurück auf seine über sechzig Jahre andauernde Karriere.

Mit seiner letzten großen Tournee zum gleichnamigen Buch "Zugabe" möchte sich der Schauspieler Mario Adorf von den großen Bühnen des Landes verabschieden. In seinem Programm blickt er zurück auf seine über sechzig Jahre andauernde Karriere.

Seinen großen Durchbruch feierte Adorf 1957 in der Rolle als bestialischer Frauenmörder im Kriminalfilm "Nachts, wenn der Teufel kam".

Nach einigen kleineren Rollen in diversen Western spielte er in Winnetou I. den Schurken und Winnetou-Gegenspieler Santer. Den Mord an Winnetous Schwester Nscho-tschi haben ihm viele Fans bis heute nicht verziehen, so Adorf.

In den kommenden Jahren spielte Adorf vorrangig raubeinige Persönlichkeiten und Schurken. Im Dreiteiler "Tresko" spielte er einen BND-Mann, dem man Verrat vorwarf.

Das wohl berühmteste Filmzitat Adorfs stammt aus der Satire "Kir Royal", wo er den Industriemagnaten Heinrich Haffenloher mimte. "Isch scheiß dich sowat von zu mit meinem Geld, dass de keine ruhige Minute mehr hast" ist heute noch Kult.

In einer Kriminalverfilmung der Nibelungensage spielte Adorf den Siegfried.

Adorf sagte häufig über sich, es sei sein größter Traum, einmal Karl Marx zu spielen. Dieser Traum wurde ihm 2018 erfüllt: in einem Zweiteiler von Arte verkörperte er den Philosophen.

Nicht nur auf der Leinwand, sondern auch auf den Bühnen fühlte sich Mario Adorf stets wohl. Viele Jahre verbrachte er mit dem Theaterspielen. In „Enigma“ spielte er unter der Regie von Volker Schlöndorff den Literaturnobelpreisträger Abel Znorko.

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