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Rückblick Das waren die Karlsruher Schlosslichtspiele 2018

Von Marie-Dominique Wetzel

2018 kamen 350.000 Besucher zu den Schlosslichtspielen Karlsruhe, um die gigantischen Licht- und Soundprojektionen zu erleben. Auch der Karlsruher Medienkünstler Jonas Denzel entwickelte eine Projektion für die rund 180 Meter lange Fassade des Barockschlosses.

Für die Probe: Schlossfassade im Miniformat

Im zweiten Obergeschoss des Zentrums für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) steht im Institut für Bildmedien ein Modell der Karlsruher Schlossfassade im Miniformat, sozusagen die Probebühne für die Medienkünstler, die jährlich zu den Schlosslichtspielen eingeladen werden.

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Rückblick

So leuchtete das Karlsruher Schloss 2018

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Schlosslichtspiele 2018: Maxin10sity - I’MMORTAL, 2018.

Schlosslichtspiele 2018: Maxin10sity - I’MMORTAL, 2018.

Schlosslichtspiele 2018: Maxin10sity - I’MMORTAL, 2018.

Schlosslichtspiele 2018: Maxin10sity - I’MMORTAL, 2018.

Schlosslichtspiele 2018: László Zsolt Bordos - MEMORIES, 2018.

Schlosslichtspiele 2018: László Zsolt Bordos - MEMORIES, 2018.

Schlosslichtspiele 2018: László Zsolt Bordos - MEMORIES, 2018.

Schlosslichtspiele 2018: Jonas Denzel: hands-on, 2018.

Schlosslichtspiele 2018: Global Illumination, The Object of the Mind.

Schlosslichtspiele 2018: Global Illumination, The Object of the Mind.

Schlosslichtspiele 2018: Global Illumination, The Object of the Mind.

Jonas Denzel hat hier im Videostudio am ZKM ein Volontariat absolviert und kam so überhaupt erst auf die Idee, ein Konzept für die diesjährigen Schlosslichtspiele einzureichen. Jetzt steht er vor dem Schlossmodell und startet seine Projektion.

1:11 min | Do, 26.7.2018 | 12:33 Uhr | SWR2 Journal am Mittag | SWR2

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Karlsruher Schlosslichtspiele 2018

Jonas Denzel erleuchtet das Schloss

Jonas Denzel

Ideen, wie man die Fassade zum Klingen bringen kann

Das Soundtüfteln hat Jonas Denzel und Soundkünstler Sören Schaudel sichtlich Spaß gemacht. Tagelang haben sie die Schlossfassade abgeklopft und sind auf immer neue Idee gekommen, wie man die Fassade zum Klingen bringen kann.

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Medienkünstler Jonas Denzel bei den Schlosslichtspielen Karlsruhe

So ist die Licht- und Soundinstallation für Karlsruhe entstanden

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Wie klingt die Fassade des Karlsruher Schlosses? Kann man sie überhaupt zum Klingen bringen? Soundkünstler Sören Schaudel hat es ausprobiert ...

Wie klingt die Fassade des Karlsruher Schlosses? Kann man sie überhaupt zum Klingen bringen? Soundkünstler Sören Schaudel hat es ausprobiert ...

Alle möglichen Geräusche auf der Fassade zu erzeugen war eine der Ideen für die Sound- und Videoinstallation von Sören Schaudel und Jonas Denzel.

Verschiedene Sounds aufzunehmen und zu testen gehörte zu den Vorbereitungen für die große Installation.

Im Studio dann die Umsetzung der Soundversuche an der Fassade: Die Bewegungen der Hände werden auf das Bild übertragen.

In der Installation werden die verschiedenen Klopfgeräusche in rhythmische Bewegungen übertragen, die dann im Video zu sehen sind.

Jonas Denzel und Sören Schaudel bei der Produktion. Die Bewegungen der Hände werden von einer Kamera aufgezeichnet.

So entsteht eine komplexe Choreographie für das Musik- und Soundvideo, die richtig geschnitten und abgemischt werden muss.

In der Bildmischung entsteht eine raffinierte Projektion: die klopfenden Hände erscheinen auf der Fassade des Karlsruher Schlosses.

Sechs Monate Arbeit für sechs Minuten Installation

Sechs Monate lang hat Jonas Denzel an seiner sechs Minuten langen Licht- und Klang-Projektion für die Schlosslichtspiele Karlsruhe gearbeitet, größtenteils am Computer.

Allerdings legt der Medienkünstler Wert darauf, dass die Klänge alle von der Fassade des Schlosses stammen, also nicht computergeneriert sind, auch wenn sie dann natürlich am Computer bearbeitet worden sind, ebenso die Bewegungen der Hände.

Die Schlossfassade, poetisch erleuchtet

Trotz technischer Raffinesse behält die Arbeit also etwas „Handgemachtes“. Während andere Projektionen ein wahres Feuerwerk an Licht und Sounds abfeuern, kommt die Arbeit von Jonas Denzel eher leise und poetisch daher. Wohl kaum einer, der sie gesehen hat, wird mehr an der Fassade des Schlosses entlanggehen können, ohne nicht vorsichtig daran zu klopfen.


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