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Von "Transitzentren" und "Asyltourismus" Wie politische Sprache wirkt

Am 6.7.2018 mit Elisabeth Wehling, Sprachwissenschaftlerin an der Universität Berkeley

Wörtern wie "Asyltourismus" oder "Anker-Zentren" gehen nicht mehr aus dem Kopf raus, es gebe da keine Löschtaste, sagt Elisabeth Wehling, Sprachwissenschaftlerin an der Universität Berkeley. Das Problem sei: "So viel man auch hinterher sprachlich aufräumt, das Wort bleibt immer hängen."Solche sprachlichen Frames, also sprachliche "Rahmen" rufen bestimmte Inhalte assoziativ auf und leiten unser Handeln an. Gegen politische Sprach-Frames hilft es, sich bewusst zu machen, dass in der Politik in der Regel keine objektive Sprache stattfindet. Wenn man mit dieser Erkenntnis Frieden schließt, dann kann man sich mit der Frage beschäftigen, was steckt hinter den einzelnen Worten und was macht das mit unserem Denken, sagt Elisabeth Wehling.

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