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Das „Alfred Talkies“, das Ende des 19. Jahrhunderts als Boulevardtheater im quirligen Mumbai Central an der Nahtstelle zwischen Rotlicht-Viertel und Ausgeh-Viertel erbaut wurde, hat schon viele Stürme überstanden.

Das „Alfred Talkies“, das Ende des 19. Jahrhunderts als Boulevardtheater im quirligen Mumbai Central an der Nahtstelle zwischen Rotlicht-Viertel und Ausgeh-Viertel erbaut wurde, hat schon viele Stürme überstanden.

Das Atelier hinter der Leinwand des „Alfred Talkies“ ist seine Bühne. Hier regiert Sheikh Rehman wie ein Malerfürst aus einem anderen Jahrhundert. Mit freiem Oberkörper scheucht er seine Angestellten herum, treibt sie an, korrigiert und beschimpft sie, wenn sie die falschen Farben wählen.

Nach der letzten Vorstellung wird das alte Banner abgenommen, und das neue Banner an der Fassade des „Alfred Talkies“ hochgezogen. Rehmans große Show. Am nächsten Morgen wird das alte Banner mit brauner Farbe übermalt, und die Screenpainter beginnen wieder von vorn.

Einfachste Transportwege für die Billigproduktionen.

Entscheidend für die Zuschauer des „Alfred Talkies“ ist der unschlagbare Preis: 18 Rupien, Parkett. 20 Rupien, Balkon. Dafür gibt es in den klimatisierten Multiplexen Mumbais nicht mal eine Tüte Popcorn.

"Das „Alfred Talkies“ ist der Ort wo, anders als im richtigen Leben, das Gute über das Böse triumphiert und die Schönheit über das Chaos. Der vielleicht letzte Ort auf der Welt, wo wir noch träumen können," sagen Florian Heinzen-Ziob und Georg Heinzen, die Macher dieses Dokumentarfilms.

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