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Bundesgartenschau Heilbronn Heilbronner Stadtviertel Neckarbogen - Experiment zum Wohnen der Zukunft

Von Karin Gramling

Wie wollen wir in Zukunft wohnen und leben? Zu dieser Frage hat die Stadt Heilbronn ein Experiment gewagt und zur Bundesgartenschau in Heilbronn parallel zu den Landschaftsgärten ein eigenes neues Stadtviertel entwickelt - den Neckarbogen. Auf einer alten Industriebrache wollen die Heilbronner innovatives Wohnen und Arbeiten vereinen. Das neue Wohnviertel ist als eigene Stadtausstellung zum ersten Mal in eine BUGA integriert.

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Bundesgartenschau Heilbronn

Bilder zur Stadt der Zukunft am Neckarbogen

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Von viel Grün und Wasser umgeben, so liegen die neugebauten Häuser im neuen Stadtteil am Neckarbogen in Heilbronn. Maximal sechs Stockwerke haben die eckigen Bauten mit ihren Flachdächern, auf denen sich oft Gärten befinden. Man fühlt sich wohl zwischen den neuen Wohnblöcken in weiß, beige oder orange mit viel Holz und ganz unterschiedlich gestalteten Fassaden.

Von viel Grün und Wasser umgeben, so liegen die neugebauten Häuser im neuen Stadtteil am Neckarbogen in Heilbronn. Maximal sechs Stockwerke haben die eckigen Bauten mit ihren Flachdächern, auf denen sich oft Gärten befinden. Man fühlt sich wohl zwischen den neuen Wohnblöcken in weiß, beige oder orange mit viel Holz und ganz unterschiedlich gestalteten Fassaden.

In Heilbronn entsteht so eines der innovativsten Stadtviertel Deutschlands - mitten in der Stadt auf einer 35 Hektar großen ehemaligen Industriebrache, die zuvor saniert werden musste. Nach der BUGA wird das Viertel fertig gebaut. 23 Häuser stehen schon.

Der neuentstandene Park soll Garten für alle sein. Aber auch die Innenhöfe sollen gemeinsam genutzt werden. Es gibt Grünflächen, Spielplätze und Gärtnern in Hochbeeten ist angesagt. Jeder Innenhof ist frei zugänglich, jeweils ein anderer Gartenbauarchitekt konnte ihn gestalten.

Energietechnisch und ökologisch ist alles top. 3500 Menschen sollen hier einmal leben, 1000 Arbeitsplätze entstehen. Eigentumswohnungen, neben gefördertem Mietwohnungsbau. Inklusives Wohnen, neben Studentenwohnheimen und Mehrgenerationenhäusern. Apartments für sozial schwache Familien.
Im Bild: Blick aus einer Wohnung in der Stadtausstellung der Bundesgartenschau in Heilbronn

Ein lebenswertes durchmischtes Viertel mit kleinen Läden, Cafés und Geschäften. Mit direktem Zugang zum Neckar, dafür verschwand eine vierspurige Straße, auf der täglich zigtausende Autos fuhren.
Im Bild: Ein Gebäude der Stadtausstellung spiegelt sich vor der Eröffnung der Bundesgartenschau in einem Fenster

Immer wieder diskutierten die Planer mit den Bürgern über Fragen wie: Wie entstehen menschengerechte Städte? Wo wollen wir den Automobilverkehr führen, wo wollen wir ihn raushalten? Ich glaube, Heilbronn kann dieses Jahr auch ein Beispiel geben für andere Städte, dafür, was möglich ist in einer Stadt, in der man auch das Automobil liebt.
Man kann nur hoffen, dass sich viele Städte von so viel Mut anstecken lassen. In Heilbronn kann man besichtigen, wie sehr sich das lohnt.
Im Bild: Eine kleine Marzipan-Version vom Buga-Maskottchen "Karl" steht auf einem Aussichtpunkt der Bundesgartenschau in Heilbronn


Gespräch mit der Stadtteil-Planerin Barbara Brakenhoff

33:57 min | Di, 26.2.2019 | 19:05 Uhr | SWR2 Tandem | SWR2

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Bundesgartenschau 2019

Barbara Brakenhoff, Planerin des neuen Stadtteil Neckarbogen in Heilbronn

Interview: Martin Gramlich

Wie wir in Zukunft leben könnten, das zeigt der neue Stadtteil „Neckarbogen“ in Heilbronn, der zur Bundesgartenschau entwickelt wurde. Barbara Brakenhoff hat an der Planung verantwortlich mitgewirkt. Ihre Leitlinie: die Stadt der Zukunft ist grün und braucht zumindest für die Freizeit keine Autos.

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