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"Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete" Sensationsfund Hotzenplotz IV

Interview am 8.5.2018 mit Bärbel Dorweiler, Thienemann-Esslinger Verlag

Schon jetzt gilt es als Sensationsfund aus dem Nachlass von Kinderbuchautor Otfried Preußler: ein Manuskript zu einer unveröffentlichten Geschichte über den Räuber Hotzenplotz. Ein Manuskript, so Preußler-Verlegerin Bärbel Dorweiler, das der Kinderbuchautor vielleicht auch wegen Publikationsproblemen in der Schublade ließ.

Aus dem Theaterstück eine Erzählung gemacht

Preußler sei ein Vielschreiber gewesen, so die Geschäftsführerin des Thienemann-Esslinger-Verlags in Stuttgart, Bärbel Dorweiler, im Gespräch mit SWR2. So habe ihn auch seine Tochter Susanne Preußler-Bitsch in Erinnerung, die im vergangenen Jahr auf ein unveröffentlichtes Theaterstück ihres Vaters gestoßen war.

Vielleicht, so Dorweiler, habe Preußler Schwierigkeiten gehabt, das Theaterstück zu veröffentlichen, und dann ganz einfach die Finger davon gelassen.

Bärbel Dorweiler, Geschäftsführerin des Thienemann-Esslinger Verlags

Bärbel Dorweiler, Geschäftsführerin des Thienemann-Esslinger Verlags in Stuttgart, der die Kinderbücher von Otfried Preußler herausgibt.

Trotz Bearbeitung ein hundertprozentiger Preußler

Für die Kulturwissenschaftlerin Preußler-Bitsch sei es leicht gewesen, aus der Theatervorlage ein "erzähltes Kasperletheater zwischen zwei Buchdeckeln" zu entwickeln. Titel: "Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete".

Beim Manuskript, so Bärbel Dorweiler, handle es sich trotz der Bearbeitung um einen hundertprozentigen Preußler: "Die Geschichte als solche war komplett abgeschlossen. Als Theaterstück war es natürlich dialoglastig angelegt, mit entsprechenden Regieanweisungen. Das ist zu einem Erzähltext ausgearbeitet worden."

Illustrationen von Thorsten Saleina im Stil von F. J. Tripp

Mit von der Partie in diesem neuen Hotzenplotz–Band sind wieder die beliebten Helden Kasperl und Seppel, die Großmutter und Wachtmeister Dimpflmoser. Die Story: Der Tunichtgut mit den sieben Pistolen soll auf den Mond geschossen werden.

Mit dem Illustrator Thorsten Saleina, so die Verlegerin habe man einen Illustrator gefunden, "der die tollen Illustrationen von F. J. Tripp sehr gut im Blick behalten hat und dem Räuber dennoch einen frischen Anstrich gibt."

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