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70 Jahre "Wundertüte Stern" Die Welt anhand von Menschen erklären

Interview mit "Stern"-Chefredakteur Christian Krug

Im August 1948, Vor 70 Jahren, erschien die erste Ausgabe des Magazins "Stern". Das Magazin, das laut Gründer und Herausgeber Henri Nannen eine "journalistische Wundertüte" sein wollte, hatte zwischenzeitlich Auflagen von zwei Millionen Exemplaren. Die ist, wie bei der Konkurrenz auch, ordentlich geschrumpft, auf etwa eine halbe Million, aber es gibt ihn immer noch, den "Stern", online, offline und mit diversen Ablegern.

Die "Wundertüte Stern"

Das journalistische Konzept der "Wundertüte" könne man noch Woche für Woche im Magazin erkennen, erklärt Chefredakteur Christian Krug im SWR2 Interview. Nach wie vor wolle der "Stern" die Welt anhand von Menschen erklären, die im Mittelpunkt stünden.

"Erst popularisieren, dann politisieren"

Ist der Satz "erst popularisieren, dann politisieren" von Henri Nannen noch aktuell? Ja, man müsse erst die Kirche voll machen, bevor man anfange zu predigen, betont Krug. Es sei natürlich heute schwieriger, Gehör zu finden, deswegen bemühe sich der Verlag, auch online sein Publikum zu erreichen.

Reporter und Fotografen brauchen Zeit für große Storys

Die einzelnen Reporter, die überall auf der Welt arbeiteten, sollten dabei das Magazin mit Ihrer Stimme prägen, so Krug. Sie sollten - wie die Fotografen auch - weiterhin Zeit für große Storys und eigene Geschichte haben.

Am 15. September öffnet die Redaktion in Hamburg ihrer Türen für das Publikum und zeigt dabei zum ersten Mal auch die "Hitler-Tagebücher" in der Öffentlichkeit. Die lagern seit 1983 in einem Tresor des "Stern".

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