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Kinostart 31.8.

Jugend ohne Gott von Alain Gsponer

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Frei nach dem gleichnamigen Roman von Ödön von Horváth erzählt Regisseur Alain Gsponer in JUGEND OHNE GOTT die Geschichte einer Gruppe von Schülern, die als Hoffnungsträger der Leistungsgesellschaft gelten.

Frei nach dem gleichnamigen Roman von Ödön von Horváth erzählt Regisseur Alain Gsponer in JUGEND OHNE GOTT die Geschichte einer Gruppe von Schülern, die als Hoffnungsträger der Leistungsgesellschaft gelten.

In der digitalisierten Gesellschaft der Zukunft spielen Liebe, Moral und Menschlichkeit nur noch untergeordnete Rollen. Alles ist auf Leistung, Anpassung und Effizienz ausgerichtet.

Zach (Jannis Niewöhner) macht sich nur widerwillig auf in das Hochleistungs-Camp der Abschlussklasse.

Im Gegensatz zu seinen Kommilitonen, etwa der ehrgeizigen Nadesh (Alicia von Rittberg), hat er kein Interesse daran, auf die renommierte Rowald Universität zu kommen.

Obwohl sie ihn nicht versteht, ist Nadesh von dem Einzelgänger Zach fasziniert und versucht, ihm näherzukommen.

Zach wiederum interessiert sich mehr für das geheimnisvolle Mädchen Ewa (Emilia Schüle), das im Wald lebt und sich mit Diebstählen über Wasser hält.

Zwischen Zach und seinem Mitschüler Titus (Jannik Schümann, links) entwickelt sich eine Rivalität.

Da verschwindet Zachs Tagebuch und der fragile Zusammenhalt der jugendlichen Elite scheint an sich selbst zu zerbrechen.

Als dann auch noch ein Mord passiert versucht nur der vermeintlich moralisch integre Lehrer (Fahri Yardim) zu helfen, aber dafür ist es schon zu spät...

Die Schülerinnen und Schüler sind in die Mühlen der neuen Weltordnung geraten – und zahlen einen hohen Preis für den Weg hinaus.

Den Regisseur Alain Gsponer (im Bild) reizte als bekennenden Fan der Vorlage der dystopische Ansatz der Verfilmung: "Durch einen solchen Blick nach vorn kann man gesellschaftliche Entwicklungen, die aktuell stattfinden, sehr gut weiter zuspitzen. Allzu weit in der Zukunft findet unsere Geschichte gar nicht statt, selbst wenn wir es nicht konkret verorten, aber dort haben wir inzwischen eine ganz klare Verlierer-Gewinner-Gesellschaft. Der Mittelstand existiert quasi nicht mehr und entweder man schafft es oder man schafft es nicht. Das Herunterfallen ist sehr leicht, das Aufsteigen hingegen sehr schwierig. Das sind durchaus gesellschaftliche Vorgänge, die schon jetzt stattfinden. Und die konnte man auf diese Weise sehr gut abbilden."

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