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Kinostart: 26.10.

Die Unsichtbaren von Claus Räfle

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Im Februar 1943 werden alle als Zwangsarbeiter verbliebenen Juden in Berlin verhaftet; das Regime erklärt die Reichshauptstadt für "judenrein".

Im Februar 1943 werden alle als Zwangsarbeiter verbliebenen Juden in Berlin verhaftet; das Regime erklärt die Reichshauptstadt für "judenrein".

Trotzdem gelingt es rund 7.000 Juden unterzutauchen und 1.700 von ihnen werden Verfolgung und Krieg überleben.

Der Film porträtiert das Schicksal vier junger Berliner. Ganz auf sich allein gestellt sind sie gezwungen, jeden Tag Entscheidungen zu treffen, die sie das Leben kosten können.

Hanni Lévy (l.) gespielt von Alice Dwyer (r.) ist Vollwaise und gerade 17 geworden. Sie muss sich alleine durchschlagen und entkommt nur knapp der Verhaftung.

Dank ihrer blondierten Haare macht sie sich für ihre Verfolger unsichtbar, sie mischt sich gekonnt unter die vielen Flaneure am Kurfürstendamm und ergreift oft die Gelegenheit, in dunklen Kinosälen abzutauchen.

Um der Deportation zu entkommen, nimmt auch Cioma Schönhaus (Max Mauff) eine andere Identität an.

Er wird Passfälscher und rettet zusammen mit seinem Freund Ludwig Lichtwitz (Sergej Moya) und dem Elektriker Werner Scharff (Florian Lukas, im Bild) Dutzenden jüdischen Verfolgten das Leben.

Eugen Friede (r.), gespielt von Aaron Altaras (l.) wird gezwungen, sich ebenfalls zu verstecken, hat aber Glück im Unglück. Mit der Tochter seiner hilfsbereiten Gastgeber darf er sogar fast so etwas wie eine Liebesgeschichte erleben.

Aber auch Eugen muss – wie alle "Unsichtbaren" – bald weiterziehen. Er schließt sich der Widerstandsgruppe von Hans Winkler (Andreas Schmidt, l.) an, die Flugblätter verteilt.

Ruth Arndt (Ruby O. Fee, r.) träumt zusammen mit ihrer Freundin Ellen (Viktoria Schulz, l.) von einem Leben in Amerika.

Doch bevor an eine Flucht aus Deutschland zu denken ist, tarnen sich die beiden jungen Frauen als Kriegswitwen und servieren in der Wohnung eines NS-Offiziers bei geheimen Treffen Schwarzmarkt-Delikatessen.

Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein ...

Der Film schildert ein weitgehend unbekanntes Kapitel des jüdischen Widerstands während der Zeit des Nationalsozialismus.

Das Drehbuch basiert auf Interviews, die Regisseur Claus Räfle (r.) und seine Ko-Autorin Alejandra López (l.) mit Zeitzeugen wie Eugen Friede (Mitte) geführt haben. Beklemmend aber auch humorvoll verweben sie die Spielhandlung mit Interviewausschnitten und Archivaufnahmen.

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