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Kinostart: 23.11.

Detroit von Kathryn Bigelow

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Der Sommer 1967 ist ein ausschlaggebender Moment in der modernen amerikanischen Geschichte. Das Land wird von wachsenden politischen und sozialen Unruhen heimgesucht.

Der Sommer 1967 ist ein ausschlaggebender Moment in der modernen amerikanischen Geschichte. Das Land wird von wachsenden politischen und sozialen Unruhen heimgesucht.

Die Eskalation des Vietnamkriegs sowie jahrzehntelange Ungleichheit und Unterdrückung fordern ihren Tribut.

Die Unzufriedenheit und kochende Wut finden schließlich ihren Höhepunkt in den Großstädten, wo die afroamerikanische Gemeinschaft seit jeher mit systematischer Diskriminierung sowie hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat.

Kathryn Bigelows (r.) neustes Werk fokussiert sich auf die schreckenerregenden Ereignisse eines Abends während der Bürgerrechtsaufstände in Detroit 1967.

Als zwei Tage nach Beginn der Rebellionen auf der Anlage des Algiers Motels Pistolenschüsse gemeldet werden, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an.

Statt sachlich zu ermitteln, kommt es zu einer von Vorurteilen und Gewalt geprägten Razzia: Officer Krauss (Will Poulter) schaut auf Fred Temple (Jacob Latimore) herab.

Die anwesenden Motelgäste müssen sich einem gefährlichen Verhör unterziehen – in Isolation sollen sie durch Einschüchterung zum Geständnis gedrängt werden: Motelgast Greene (Anthony Mackie) unter Verdacht

Das lebensbedrohliche Machtspiel eskaliert und bringt schwerwiegende Folgen mit sich.

"Im Fall von DETROIT wollte ich dem Publikum das Gefühl vermitteln, sich unmittelbar im Algiers Motel zu befinden. So, als würde es die Ereignisse dort fast in Echtzeit miterleben." Regisseurin Kathryn Bigelow (im Bild)

Als der Drehbuchautor Mark Boal zu den Ereignissen im Algiers Motel recherchierte, stach für ihn eine Geschichte ganz besonders heraus: die von Larry Reed, dem Sänger der damals aufstrebenden R&B-Gruppe The Dramatics. Im Bild v.l.n.r.: Larry (Algee Smith), Morris (Joseph David-Jones), Jimmy (Ephraim Sykes) und Darryl (Leon Thomas)

Reed (Algee Smith, im Bild) hatte in jenem Juli 1967 spontan für sich und seinen besten Freund Fred Temple ein Zimmer im Algiers Motel gemietet, um während der verhängten Ausgangssperre nicht auf der Straße sein zu müssen. "Ohne eigenes Zutun wurde Larry in diese unfassbare Kriminalgeschichte verwickelt", sagt Drehbuchautor Boal. "Diese Nacht veränderte den Verlauf seines restlichen Lebens – und genau das sollte das Rückgrat unseres Films darstellen."

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