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Nach dem gleichnamigen Text von Paul B. Preciado

Dieses Hörspiel ist für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet, und steht daher täglich erst ab 23 Uhr zum Anhören bereit (bis zum 25. März 2022).

Für diesen Inhalt liegt eine FSK Beschränkung vor. Wieder sichtbar am Sonntag von 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr.

Noam Brusilovsky überführt Preciados Rebellion gegen das Zwei-Geschlechter-Regime, Selbstversuch und pornografisches Tagebuch spielerisch ins Hörspiel.

Unter dem Eindruck des Todes seines Schriftsteller-Freundes Guillaume Dustan und einer beginnenden Liebesbeziehung zu der Romanautorin und Filmemacherin Virginie Despentes nimmt Gender-Aktivist und Philosoph Paul B. Preciado, als Beatriz Preciado, Testosteron als Gel – ohne medizinische Anleitung und ohne eine Umwandlung zum “Mann” zu intendieren. Die Aufzeichnungen dieses Selbstversuchs oszillieren zwischen politischem Manifest, Liebeserklärung und pornografischem Bericht. 

„Hier handelt es sich nicht um meine Memoiren. Hier werden die vorsätzliche Vergiftung des Körpers und die Affekte von P.P. protokolliert. Eine Vergiftung mit synthetischem Testosteron. Ein Körper-Essay. Und dennoch, eine Fiktion. Eine somapolitische Theorie des Selbst, oder eine Selbsttheorie. Philosophische Überlegungen neben Aufzeichnungen von Hormonbehandlungen und Details sexueller Praktiken. Wenn ich darauf verzichte, sie in einer höheren Logik aufzulösen, dann einfach deshalb, weil genau das die Form ist, als die Subjektivität konstruiert ist - und dekonstruiert.“

Paul B. Preciado
v.l. Anika Mauer, Paul Zichner, Noam Brusilovsky (Foto: SWR, Thomas Ernst)
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Paul Zichner (P.P.) Thomas Ernst Bild in Detailansicht öffnen
Anika Mauer (V.D.) Thomas Ernst Bild in Detailansicht öffnen
Noam Brusilovsky (Bearbeitung und Regie) Thomas Ernst Bild in Detailansicht öffnen

Schauspieler Paul Zichner schenkt dem Protagonisten dieses Hörspiels seine Stimme und ermöglicht einen Einblick hinter die Kulissen des Berliner Ensembles, das Theater, in dem er als festes Ensemblemitglied spielt. 

“Wenn ich dann geschminkt war oder Perücken und Rüschenkleidchen anhatte,” erzählt Zichner von seiner Transition zu Mann, "habe ich immer dieses Kostüm als eine Verkleidung empfunden – eine Art Mauer, hinter der ich nicht durchscheinen konnte.”

Paul Zichner

Nach dem gleichnamigen Text von Paul B. Preciado
Aus dem Französischen von Stephan Geene
Mit: Paul Zichner, Anika Mauer, Angela Neis u. v. a.
Komposition: Tobias Purfürst
Hörspielbearbeitung und Regie: Noam Brusilovsky
Produktion: SWR 2021 - Ursendung

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