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"Vom Rohen und Gekochten" hält materielle Transformationsprozesse klanglich fest.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
23:03 Uhr
Sender
SWR2

Materialzustände

Fest, roh, kochend, pulvrig, flüssig, zerbrochen und gefaltet - empirische Kategorien, mit deren Hilfe die Beschaffenheit von Material beschrieben wird. Sie lassen sich auch in einer zeitlichen Folge lesen: Aus fest wird zerbrochen wird pulvrig wird flüssig. Material erzählt von seinem Wesen, in dem es durch seine Zustände driftet.

Akustisch beobachtet werden das Künstlerpaar Thomas und Renée Rapedius und der Fotograf Peter Granser

Vom Rohen und Gekochten beobachtet das Künstlerpaar Thomas und Renée Rapedius beim Entwerfen ihrer Papier- und Metallobjekte, den Fotografen Peter Granser bei der rituellen Zubereitung von japanischem Tee, lässt Glas zerspringen, Metall verbiegen und Holz verbrennen. Die so entstandenen Tondokumente halten materielle Transformationsprozesse klanglich fest.

Das Ergebnis sind akustische Zustandsbeschreibungen, die zu einer Klangkomposition verwoben werden.

Komposition und Realisation: Jan Jelinek
(Produktion: SWR 2020)

Werkstattgespräch mit Jan Jelinek

Dauer

"Vom Rohen und Gekochten" entstand mit Hilfe von ITO Raum Stuttgart und Thomas & Renée Rapedius. Es enthält Variationen der Komposition Zwischen/Raum, die mit Mittel des Musikfonds gefördert wurde.

ars acustica Jan Jelinek: Beweisstücke für das Bombardement

Ausgehend von einer klanglichen Kartographie Kenzo Tanges "Hiroshima Friedenspark" entsteht ein Hörstück das Komposition und Dokument zugleich ist. Krzysztof Pendereckis Partitur "Threnos – Den Opfern von Hiroshima" stellt den kompositorischen Rahmen für Klänge aus Hiroshimas Gedenkstätte. |


Komposition und Realisation: Jan Jelinek |

(Produktion: Südwestrundfunk 2015)  mehr...

Hörspiel Jan Jelinek: Das Scheitern der bemannten Raumfahrt - wie reagiert der Mensch auf Isolation

Am 26. September 1991 war es soweit. Ein letztes Mal atmete ein Team von vier Frauen und vier Männern die Luft der Erdatmosphäre. Dann zog es sich für die folgenden zwei Jahre in einen von der Außenwelt isolierten Gebäudekomplex in Tucson, Arizona, zurück. Biosphere 2, so der Name des 1,3 Hektar großen Kuppelbaus, wurde als eigenständiges, geschlossenes Ökosystem konzipiert, das lediglich Sonnenlicht und Strom von der Außenwelt beziehen sollte. Als das ursprüngliche Konzept von Biosphere 2 aufgrund technischer Mängel aufgegeben und Sauerstoff zum Überleben der Insassen hineingepumpt werden musste, konnte die Schadenfreude kaum größer sein. Das einst noch so positive Image schwand, die Forschungsergebnisse wurden als pseudowissenschaftlich belächelt. Vor allem aus soziologischer Perspektive war die Mission ein Debakel: Das Team spaltete sich während des Aufenthalts in zwei rivalisierende Lager. Warum kam es zum Bruch des Teams? Weshalb versagte die zwischenmenschliche Kommunikation? Das Scheitern der bemannten Raumfahrt versucht diese Fragen anhand von psychologischen Studien und Aussagen der Insassen nachzugehen.  mehr...

Karl-Sczuka-Förderpreiswerk 2012 Jan Jelinek: Kennen Sie Otahiti?

Eine Hörcollage aus historischem Archivmaterial des SWR.  mehr...

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