Nazif und der silberne Bär Berühmt für kurze Zeit

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Folge 3

„Aus dem Leben eines Schrotthändlers“ läuft 2013 im Wettbewerb der Berlinale und wird ein großer Erfolg: Nazif erhält den Silbernen Bär als bester Darsteller, Regisseur Tanović den Großen Preis der Jury.

Die Berlinale - ein politisches Filmfestival

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, die Berlinale, gehört neben den Filmfestivals in Cannes und Venedig zu den wichtigsten Ereignissen der Film-Industrie. Seit 1951 werden hier der goldene Bär für den besten Film des Festivals und mehrere silberne Bären für die beste Darstellerin, den besten Darsteller, den besten Regisseur, das beste Drehbuch von einer international besetzten Jury vergeben.

Die Berlinale war stets auch ein politisches Festival, startete als „Schaufenster der freien Welt“ in einem geteilten Berlin mit regem Publikumszuspruch und viel Glamour. In den 70er Jahren wandelte sie sich zu einem Arbeitsfestival, das nach der kulturellen Öffnung der Ostblockstaaten den Blick dorthin lenkte und seit 1971 mit dem Internationalen Forum des Jungen Films neuen Strömungen eine Plattform bot.

Am Wettbewerb dürfen nur Filme teilnehmen, die innerhalb des letzten Jahres vor Festivalbeginn produziert und noch nicht außerhalb ihres Herkunftslandes gezeigt wurden. 2013 gewann Nazif Mujic den Silbernen Bär als bester Darsteller, Danis Tanovic den Silbernen Bär für die beste Regie. Der goldene Bär für den besten Film erhielt der rumänische Film „Mutter und Sohn“ , in der Jury saßen: Wong Kar Wai (China), Susanne Bier (Dänemark), Andreas Dresen (Deutschland), Ellen Kuras (USA) Shirin Neshat (Iran), Tim Robbins (USA) und Athina Rachel Tsangari (Griechenland).

Andreas Borcholte schrieb in Spiegel Online:

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