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Dieses Hörspiel steht für ein Jahr zum Download bereit.

Der deutsche Lyriker Jan Wagner hat als Folie für sein zweites Originalhörspiel den mittelalterlichen Text des John Mandeville aus dem 14. Jahrhundert genutzt.

Erzählt wird von einer Reise vom Heiligen Land nach Asien. Wer weiß noch, dass Mandevilles Buch einst in der Kajüte von Christopher Kolumbus lag und berühmter war als Marco Polos Berichte?

Bei Wagner wird es eine Reise in ein amüsantes wie phantastisches Mittelalter, das durchaus als poetisch verkleidetes Sinnbild heutiger Zeit gelten kann. Sie führt auf Gebirge ohne Wind und durch Wände aus Dunkel, hin zu einsilbigen Einfüßlern, Schlangenessern und Heiligen, zu Magnetfelsen und Vogelbestattungen, bis Orte und Zeiten einander durchdringen - stets begleitet von drei allwissenden Windschwestern, bei denen nicht sicher ist, ob es sich um einen Chor von Hexen, Göttinnen oder schnatternden Conférenciers handelt.

Ein Spiel mit Sprache, Klängen und Chansons, für das der Komponist Sven-Ingo Koch den Soundtrack liefert.

Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen deutschsprachigen Dichter. Er erhielt 2017 den Georg Büchner Preis. Im selben Jahr schrieb er mit „Gold. Revue“ sein als „Hörspiel des Monats Mai“ ausgezeichnetes Hörspieldebüt für DLF und SWR.

Mit: Wolf Dietrich Sprenger, Aljoscha Stadelmann, Sonja Beißwenger u. a.
Komposition: Sven-Ingo Koch
Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: Deutschlandfunk/SWR 2020 - Ursendung

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