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Der Südwestrundfunk, Anstalt des öffentlichen Rechts, stiftet einen Preis für Hörspiel als Radiokunst. Ausgezeichnet werden soll die beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt.

Der Karl-Sczuka-Preis wird jährlich im Oktober durch den Intendanten des Südwestrundfunks verliehen.
Die mit dem Karl-Sczuka-Preis ausgezeichneten Werke sollen nach Möglichkeit im Rahmen der "Donaueschinger Musiktage" vorgeführt werden.


Im einzelnen gelten folgende Bestimmungen:

I.

Der Karl-Sczuka-Preis beträgt 12.500,- Euro (in Worten: zwölftausendfünfhundert Euro). Er kann geteilt werden.

II.

Der Karl-Sczuka-Preis wird öffentlich ausgeschrieben.

Um den Preis können sich Autor*innen, Komponist*innen, Regisseur*innen oder Realisationsteams – im Folgenden Urheber genannt – bewerben.

Die Urheber müssen ihre Produktionen in Form sendefähiger Kopien (über digitalen Dateitransfer) bis zum 15. Juni eines jeden Jahres beim Südwestrundfunk einreichen. Ein bereits früher eingereichtes Werk darf kein weiteres Mal eingereicht werden. Für den Urheber kann auch der/die Produzent*in (z. B. die Rundfunkanstalt) einreichen (im Folgenden Einreicher genannt).

Mit der Produktion ist das vollständig ausgefüllte Einreichungsformular incl. der Erklärung über die Nutzungsrechte einzureichen. Die Erklärung über die Nutzungsrechte stellt sicher, dass alle für den Wettbewerb erforderlichen Rechte eingeräumt werden. Der Einreicher stellt mit dieser Erklärung den SWR von Ansprüchen Dritter frei.

Das Einreichungsformular ist über die Internetseite www.swr2.de/sczuka erhältlich. Hinweise zum Ausfüllen und zur digitalen Übermittlung des Einreichungsformulars finden Sie auf der o.a. Internetseite und auf dem Formular selbst.

Der digitalen Einreichung ist beizufügen:

a) ein Manuskript oder, wo ein solches nicht vorliegt, ein Treatment (PDF);

b) eine Kurzbiographie und ein Werkverzeichnis des Urhebers (PDF);

c) Angaben über Ort und Zeitpunkt der Produktion und gegebenenfalls deren Erstsende- oder Erscheinungsdatum. Dieses darf nicht vor dem 1. Juni des Vorjahres liegen.

III.

Mit der Einreichung räumt der Einreicher dem Südwestrundfunk an seinem Werk / seiner Produktion das Vortrags-, Aufführungs- und Vorführungsrecht, sowie das Recht zur öffentlichen Wiedergabe von Tonträgern ein. Dies erfolgt zum Zweck der Bekanntmachung des Karl-Sczuka-Preises im Zusammenhang mit Festivals, insbesondere den "Donaueschinger Musiktagen", in geeigneten Mediatheken, Ausstellungen, auf Messen und bei sonstigen Werbemaßnahmen für das Rundfunkwesen. Diese Rechtseinräumung umfasst auch die nicht-exklusive Online-Nutzung auf der Homepage des Südwestrundfunks, insbesondere die Online-Präsentation von Ausschnitten des Werkes / der Produktion, um über den Wettbewerb um den Karl-Sczuka-Preis zu informieren. Der Einreicher gestattet dem Südwestrundfunk ebenfalls, Ausschnitte aus seinem Werk oder ggf. sein Werk als Ganzes zu üblichen Rundfunkkonditionen in einer Überblickssendung („Das Hörspiel vom Hörspiel“) zu verwenden sowie die Sendung im Anschluss daran als Online stream für die Dauer von einem Jahr auf die Homepage des SWR einzustellen. Darüber hinaus erklärt der Einreicher seine Bereitschaft, die Senderechte an der Produktion zu den üblichen Bedingungen allen Rundfunkanstalten der ARD und des Deutschlandradios zu übertragen.

IV.

Über die Zuerkennung des Preises entscheidet eine unabhängige Jury. Sie ist nicht zur Vergabe des Preises verpflichtet. Die Jury besteht aus fünf Mitgliedern aus dem Kreis der Fachleute und Kritiker*innen. Der Jury-Vorsitzende wird vom Südwestrundfunk berufen; er hat das Recht, vier weitere Jury-Mitglieder vorzuschlagen. Nach Abstimmung mit dem SWR (Sekretariat des Karl-Sczuka-Preises) werden sie in die Jury eingeladen.

Die Juror*innen dürfen nicht festangestellte Arbeitnehmer*innen oder feste freie Mitarbeiter*innen einer Rundfunkanstalt sein.

Die Jury wird bei ihrer Tätigkeit durch eine / einen vom Intendanten bestimmte/n Mitarbeiter*in des Südwestrundfunks unterstützt; diese/r ist berechtigt, an den Sitzungen der Jury teilzunehmen, hat aber kein Stimmrecht.

Die Beratung der Jury ist nicht öffentlich. Die Mitglieder sind zur Stimmabgabe verpflichtet; die Jury trifft ihre Entscheidung mit einfacher Stimmenmehrheit.

Die Entscheidung der Jury ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Stuttgart, den 20. März 2020
Prof. Dr. Kai Gniffke
Intendant des Südwestrundfunks

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