Karl-Sczuka-Preis 2015 Preisträger: Gerhard Rühm

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Die Jury würdigt das Radiostück "Hugo Wolf und drei Grazien, letzter Akt" von Gerhard Rühm.
Förderpreis für "Entstehung dunkel" von Dagmara Kraus und Marc Matter.

Der Schriftsteller, Komponist und bildende Künstler Gerhard Rühm erhält den vom Südwestrundfunk (SWR) gestifteten Karl-Sczuka-Preis 2015 für Hörspiel als Radiokunst. Die Auszeichnung seines radiophonen Redeoratoriums für Sprecher, Geräusche und Klavier „Hugo Wolf und drei Grazien, letzter Akt“ ist mit einem Preisgeld in Höhe von 12.500 Euro verbunden. Das Preiswerk, eine Produktion des WDR mit dem hr, wurde am 13.02.2015 auf WDR 3 open urgesendet.

Dauer

Der Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst 2015 wird verliehen an Gerhard Rühm für „HUGO WOLF UND DREI GRAZIEN, LETZTER AKT“, eine Koproduktion von WDR und hr. Ausgehend von monovokalen Wortreihen nähert sich dieses „radiophone redeoratorium für sprecher, geräusche und klavier“ der letzten Lebensphase des Komponisten Hugo Wolf an. In konsequenter Fortführung klassischer Verfahren der konkreten Poesie gelingt Rühm eine Musikalisierung des sprachlichen Materials, die ein berührendes Hörbild von Hugo Wolf im Raum seiner späten Einsamkeit zeichnet. Das Stück, in dem Themen von Liebe und Tod, Erinnern und Vergessen durchscheinen, ist ebenso streng konstruiert wie spielerisch offen und schreibt die Geschichte der akustischen Kunst in besonderer ästhetischer Intensität fort. Ein radiophones Meisterwerk von gelassener Melancholie.

Begründung der unabhängigen Jury des Karl-Sczuka-Preises

Karl-Sczuka-Förderpreis

Der diesjährige Karl-Sczuka-Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro geht an Dagmara Kraus und Marc Matter für "Entstehung dunkel. Ein lyrischer Geräuschtext". Die Produktion von WDR und SWR wurde am 14.11.2014 auf WDR 3 open urgesendet.

Dauer

Der international renommierte Karl-Sczuka-Preis wird jährlich an die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“, verliehen. In diesem Jahr wurden 71 Wettbewerbsbeiträge von 118 Bewerberinnen und Bewerbern aus 20 Ländern eingereicht. Über die Zuerkennung der Preise hat am Donnerstag, 23. Juli, in Baden-Baden eine unabhängige Jury unter Vorsitz der ehemaligen Kulturstaatsministerin Christina Weiss entschieden, der weiterhin Margarete Zander, Helmut Oehring, Marcel Beyer und Michael Grote angehörten.

Dauer

Die Preisverleihung fand am 18. Oktober als öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2015 statt.

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