Karl-Sczuka-Preis 2012 Preisträger: Serge Baghdassarians und Boris Baltschun

Karl-Sczuka-Preis 2012 an Serge Baghdassarians und Boris Baltschun für ihr Radiostück "Bodybuilding".
Förderpreis für Jan Jelinek.

Die Berliner Künstler und Musiker Serge Baghdassarians und Boris Baltschun haben den vom Südwestrundfunk gestifteten Karl-Sczuka-Preis 2012 für Hörspiel als Radiokunst erhalten. Sie werden für ihr gemeinsames Radiostück "Bodybuilding" ausgezeichnet. Das Preiswerk, eine Produktion von Deutschlandradio Kultur, wurde am 17.06.2011 gesendet. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden.

Dauer

"Was als Soundscape eines Spaziergangs in Rio de Janeiro beginnt, verwandelt sich in ein Werkstattgespräch im Studio, in dem die beiden Künstler das zuvor gehörte Material analysieren und rekomponieren. Klänge und Geräusche verschwinden zunehmend hinter Regieanweisungen und Kommentaren der Autoren, woraufhin in einer weiteren verblüffenden Wendung ein Moderator eine detaillierte audiovisuelle Beschreibung des Soundscapes gibt. Seine aberwitzigen Abschweifungen evozieren ein Klangtheater in der Imagination der Hörer. Die Jury war begeistert vom virtuos-ironischen Umgang mit der Form des Soundscapes als Reisebericht, mit Radiophonie und Radioformaten."

Begründung der unabhängigen Jury des Karl-Sczuka-Preises

Der diesjährige Karl-Sczuka-Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro ging an Jan Jelinek für seine Studioproduktion "Kennen Sie Otahiti?". Eine Live-Version des Stücks kam am 17.01.2012 in SWR2 zur Ursendung.

Dauer

Der international renommierte Karl-Sczuka-Preis wird jährlich an die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“, verliehen. In diesem Jahr wurden 69 Wettbewerbsbeiträge aus 16 Ländern eingereicht.
Die Preisverleihung fand am 21. Oktober als öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2012 statt.

Über die Zuerkennung der Preise hat am Donnerstag, 26. Juli, in Baden-Baden eine unabhängige Jury unter Vorsitz der ehemaligen Kulturstaatsministerin Christina Weiss entschieden.

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