Gespräch

„Eine Lunte in die Fantasie der Zuhörer“ – Autor Friedrich Ani über seinen neuen ARD Radio Tatort

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Wilm Hüffer

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Zwei Jugendliche, die auf der Suche sind, die sich nach Familie, nach Zugehörigkeit sehnen und in einer Nacht aufeinanderstoßen. Das ist die Ausgangslage des neuen SWR-Radio-Tatorts „Die Nacht der vergessenen Sterne“.

Autor des Radio-Tatorts ist Friedrich Ani, ein alter Bekannter im Krimi-Genre: Von ihm stammen die „Tabor-Süden“-Romane, ebenso die „Polonius-Fischer“ und die „Johannes-Vogel“-Reihe. Hinzu kommen etliche Fernsehkrimis, auch Krimihörspiele. Bereits sieben Mal erhielt Ani den Deutschen Krimipreis.

Hörspiel – das klassische „Kopf-Kino“

Was ist für Autor Friedrich Ani das Besondere an einem Krimi-Hörspiel? Ani nennt sich im SWR2-Interview einen „totalen Stimmen-Afficionado“. Für ihn sei Radio ein „Urmedium“, das er einfach liebe.

Natürlich spielten auch Geräusche oder die akustische Atmosphäre im Hörspiel eine wichtige Rolle – aber „letztendlich wird eine Geschichte erzählt über eine Stimme, und das ist wie eine Lunte in die Fantasie der Zuhörer“, so Ani über die Besonderheiten des Radio-Tatorts.

Eine junge Ermittlerin strampelt sich frei

Im Mittelpunkt der „Nacht der vergessenen Sterne“ steht auch eine junge Kommissarin, Anima King. Eine clevere, aber auch selbstkritische junge Frau, die stets fürchtet, von ihren Emotionen und ihrer Fantasie mitgerissen zu werden. Um dagegen anzukämpfen, führt sie fiktive Gespräche mit ihrem früheren Mentor, einem Kommissar – der allerdings schon lange tot ist.

Auch ihre Geschichte, ihre Emanzipation vom einstigen Vorgesetzten ist ein bedeutender Handlungsstrang des Radio-Tatorts.

SWR2 Krimi | ARD Radio Tatort Friedrich Ani: Nacht der vergessenen Sterne

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