SWR2 Ohne Limit - Hörspiel

Der Krieg geht zu Ende | Teil 5

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Chronik für Stimmen

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Zum Jahrestag der Kapitulationsunterzeichnung am 7. Mai 1945 beschwört die akustische Umsetzung von Walter Kempowskis "Echolot-Projekt" noch einmal den Monat Mai' 45. Die Collage von auch anonymen Tagebüchern, Briefen und autobiografischen Erinnerungen ist der natürlich unvollständig bleibende Versuch einer "Geschichtsschreibung von unten". Die SWR Fassung spiegelt die Nachricht vom Tod Hitlers, Erlebnisse von Flucht und Besatzung, die Befreiung des KZ Mauthausen und nicht zuletzt die Bedeutung von Stalins Entscheidung am 9. Mai, "Deutschland nicht zu zerstückeln oder zu vernichten".

Der letzte Teil von Walter Kempowskis "Geschichte von unten" aus Tagebüchern, Briefen und Erinnerungen umkreist die letzten Tage vor der deutschen Kapitulation. 

Aus der "Chronik 1945" des Deutschen Historischen Museums Berlin:

  • Am 5.5. wird das KZ Mauthausen in Österreich von den Amerikanern befreit. 
  • Am 6.5. beginnt in Hannover der ehemalige Reichstagsabgeordnete Schumacher mit der Wiedergründung von Ortsvereinen der SPD. 
  • Am 7.5. unterzeichnen im französischen Reims Generaloberst Jodl, Generaladmiral von Friedeburg und General Oxenius die bedingungslose Kapitulation aller deutschen Streitkräfte. 
  • Die Kapitulation tritt am 9. Mai um 0 Uhr 01 in Kraft. 
  • Am selben Tag setzt die amerikanische Besatzungsmacht Adenauer als Oberbürgermeister von Köln ein. 
  • Stalin versichert in seiner Siegesrede, er beabsichtige nicht, "Deutschland zu zerstückeln oder zu vernichten". Er rückt damit öffentlich von alliierten Teilungsplänen auf der Konferenz von Jalta ab.

Walter Kempowski (1929 - 2007) wurde vor allem durch autobiografisch geprägte Romane wie „Tadellöser & Wolff“ (1971) sowie sein Projekt „Das Echolot“ bekannt. Als Hörspielmacher erhielt er für „Beethovens Fünfte“ den Karl-Sczuka-Preis 1976 und für „Moin Vaddr läbt“ den Hörspielpreis der Kriegsblinden 1981.

Walter Adler, geboren 1947, ist ein vielfach ausgezeichneter Hörspielregisseur und -bearbeiter. Als Autor erhielt er für sein Stück „Centropolis“ 1976 den Hörspielpreis der Kriegsblinden

Mit: Ingrid Andrée, Karin Anselm, Ben Becker, Christa Berndl, Rolf Boysen, Traugott Buhre, Judith Engel, Rosemarie Fendl, Peter Fitz, Bruno Ganz, Hermann Lause, Jutta Lampe, Günter Lamprecht, Michel Rehberg, Otto Sander, Ulrich Wildgruber u. v. a.
Regie: Walter Adler
Produktion: hr/SWF/NDR/BR 1995

NS-Verbrechen Klaus Barbie – Grausamer Nazi und US-Agent

Klaus Barbie war als „Schlächter von Lyon“ berüchtigt, ein besonders grausamer Gestapo-Folterer. Nach dem Krieg diente er dem US-Geheimdienst und wurde erst mit einem Trick geschnappt.  mehr...

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1945 bis 1949 Vom Kriegsende bis zur Geburt von Bundesrepublik und DDR

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Kapitulation Deutschlands übernehmen die vier Siegermächte die Regierungsgewalt. Der Wiederaufbau beginnt – und Deutschland spaltet sich.  mehr...

Gespräch Dringend weitere Spenden für die Ukraine benötigt: Der Krieg darf nicht normal werden

„Wir benötigen dringend weiter die Hilfe und Unterstützung der ganzen Welt“, sagt Andriy Bernadyn von der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Rhein-Neckar in SWR2. Medikamente, Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Spenden. Bernadyn schätzt, dass seine Organisation bereits etwa 70 LKW mit Hilfsgütern in die Ukraine gebracht habe.  mehr...

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Forum Siegestag in Russland – Wer fährt Putin in die Parade?

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Prof. Dr. Jörg Baberowski, Historiker und Gewaltforscher
Dr. Falk Bomsdorf, ehemaliger Leiter der Friedrich-Naumann-Stiftung Moskau
Elfie Siegl, Journalistin und Buchautorin  mehr...

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Forum Nach dem Ukrainekrieg – Wie sieht die neue Weltordnung aus?

Claus Heinrich diskutiert mit
Dr. Josef Braml, Politikwissenschaftler
Prof. Dr. Matthias Herdegen, Rechtswissenschaftler, Universität Bonn
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Cyberwar So beeinflussen Troll-Kommentare die Kriegsberichterstattung

Bei Facebook und anderen sozialen Netzwerk tauchen immer häufiger Troll-Kommentare auf, aktuell zur Berichterstattung zum Krieg in der Ukraine. Wie erkennt man Troll-Kommentare? Was wollen diese Trolle eigentlich erreichen? Und was kann man dagegen tun?
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SWR2 Impuls SWR2

Tagesgespräch Grünen-Außenpolitiker Fücks: Putin mit eigener Stärke abschrecken

Der Geschäftsführer der Denkfabrik “Zentrum Liberale Moderne”, Ralf Fücks, ist dafür, gegen Putin Stärke zu zeigen. Das “probate Instrument der Abschreckung” habe über 70 Jahre den Frieden in Europa gesichert. Deshalb müsse man Putin jetzt die “Eskalationsdominanz” nehmen, so Fücks im SWR2 Tagesgespräch. “Putin zu signalisieren, dass er nicht durchkommt mit seiner Kriegspolitik, ist aus meiner Sicht die beste Form, einen großen Showdown zwischen Russland und der NATO zu verhindern. Man muss auf Stärke setzen und nicht Schwäche signalisieren, denn das ist die Einladung an Putin immer noch den nächsten Schritt weiterzugehen”, sagt Fücks und befürchtet weiter: Wenn Putin in der Ukraine Erfolg habe, werde er nicht in der Ukraine halt machen.  mehr...

SWR2 Aktuell SWR2

Zivilschutz So steht es um die Schutzbunker in Deutschland

Von einst 2.000 Bunkern dienen bundesweit heute noch 599 Anlagen dem Schutz der Bevölkerung. 590.000 Menschen könnten hier Schutz finden. Die meisten der verbliebenen Schutzräume sind in Privateigentum und befinden sich vor allem in Bayern und Baden-Württemberg.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Gespräch Stephan Anpalagan über Pazifismus und Ukraine-Krieg: Ohne Waffen kein Frieden?

Eine Losung wie „Frieden schaffen ohne Waffen“ gelte nicht mehr, sagt der Journalist Stephan Anpalagan in SWR2 mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. Bei den Osterspaziergängen sind bundesweit wieder mehr als hundert Demonstrationen, Fahrradtouren, Mahnwachen und Gebete geplant – der Krieg in der Ukraine hat die Friedensbewegung wiederbelebt.
Der russische Angriffskrieg habe dabei alte Grundsätze des Pazifismus infrage gestellt, sagt Anpalagan: „Der Frieden gilt für alle. Auch für die ukrainische Zivilbevölkerung, die gerade abgeschlachtet wird“. Das habe weitreichende Folgen: „Jetzt zu behaupten, beide Seiten müssen abrüsten und Versöhnung leisten, dass wir die russische Regierung nicht allzu hart angehen sollten – das halte ich für prekär.“
Stephan Anpalagan ist Journalist, Strategieberater und Musiker. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Organisation „Demokratie in Arbeit“.  mehr...

SWR2 Journal am Morgen SWR2

Tagesgespräch Bischof Bedford-Strohm: Die Ohnmacht angesichts des Krieges aushalten

Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohn, hat im SWR Tagesgespräch die "Ohnmacht der Kirchen" angesichts des Krieges in der Ukraine beklagt. Wichtig sei es, diese Ohnmacht "auszuhalten", gleichzeitig aber auch die Hoffnung nicht zu verlieren. "Wenn wir tief in der Seele spüren, dass der Tod, die Gewalt, nicht das letzte Wort ist, sondern dass am Ende das Leben steht, dann werden wir wieder in die Lage versetzt, zu handeln, zu helfen, zu unterstützen, und das zu tun, was immer wir an unserem Ort tun können." Deshalb sei die Zeit von Karfreitag bis zum Osterfest gerade jetzt wichtig.  mehr...

SWR2 Aktuell SWR2

SWR Wissen Gräueltaten: Gewalt im Krieg

Ein Krieg ohne zivile Opfer ist leider utopisch. Warum kommt es zu solch schrecklichen Gräueltaten wie in der Ukraine? Was bringt Menchen dazu, anderen so viel Leid anzutun?  mehr...

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