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Auckland - das könnte ein kleiner Ort in England sein, eine Stadt in Neuseeland oder eine Insel im Stillen Ozean. Welches Auckland ist gemeint? Die auf dem Platz von Auckland versammelten Stimmen geben darüber keine Auskunft. Was sie erzählen oder sich zu erzählen versuchen, sind Erinnerungen, die sie in einer Sprache aus Hilfswörtern beschwören. Und alle wollen sie gleichzeitig erzählen. Jede Stimme hängt sich an einen für sie wichtigen Vorfall. Aber keine Stimme kommt an ein Ende Ihrer Erzählung, weil eigentlich schon der Anfang fehlt und somit die Voraussetzung, die Geschichte zu verstehen. Der Zusammenhang der Gespräche lässt sich nur poetisch erahnen; es geht im Stück von Ilse Aichinger, der 2016 gestorbenen Wiener „grande dame“ der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, im Grunde um wenig; beinahe um nichts oder doch um alles, was des Menschen Leben ausmacht.

Die Sprecherinnen und Sprecher und ihre Rollen:

Rolf Becker (Matrose aus Frisco)
Christian Brückner (Matrose aus St. Quentin)
Wolfgang Höper (José)
Mascha Kataryna Huster (Kind)
Ernst Jacobi (Missionar)
Hermann Lause (We)
Witta Pohl (Vau)
Hildegard Schmahl (Frau)

Regie: Otto Düben
Produktion: SDR 1986

Aichinger jung von Knöpfe (Foto: SWR, Hanns Tschira)
Hanns Tschira

Ilse Aichinger

Ilse Aichinger, (1921 – 2016) zählt mit ihrem Prosaarbeiten zu den wichtigsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Die 1921 in Wien geborene Schriftstellerin schrieb seit den 1950er Jahren auch Hörspiele, die mittlerweile zum Kanon der Radiokunst gehören, u.a. "Knöpfe" (1953) "Besuch im Pfarrhaus" (1962). Der SDR-Produktion von 1986 ist die Neuinszenierung ihres 1970 erschienen Hörspieles „Auckland“ mit einer Starbesetzung des westdeutschen TV- und Theaterschauspiels.  

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