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2020 jährt sich der Todestag von Unica Zürn (1916 – 1970), einer Ikone des Surrealismus, zum fünfzigsten Mal.
Die Künstler*innen entwickelten in enger und intensiver Zusammenarbeit als Femmage ein Hörstück, das Zürns einzigartigen künstlerischen Kosmos in einer fiktiven Biografie erfahrbar macht.

Widerständen und Tragödien trotzend, ließ Zürn ihr höchst komplexes und konsequentes Werk entstehen. Die Reduktion der Künstlerin auf ihre Biografie, ihr Musen-Dasein und das Stigma der psychischen Erkrankung werden hier ad absurdum geführt und damit aufgelöst.

Die Künstlerin verwandelt sich in diesem Klangcomic zur Superheldin: der Schlangenfrau. Das Entstehen und Vergehen von Anagrammen wird zum akustischen Erlebnis, Worte werden zu Buchstaben, Buchstaben zu Rhythmus, Märchenhaftes wird essayistisch in Klangwelten zwischen Madrigal und Techno – ein Trip ins Herz des Surrealismus.

Natascha Gangl, geboren 1986 in Österreich, lebt und arbeitet „zwischen“ Österreich und Mexiko als Autorin, schreibt Prosa, Essays und Texte fürs Theater, erarbeitet Hörstücke und theatrale Installationen. Zahlreiche Preise und Stipendien, u. a. erhielt sie 2018 zusammen mit Rdeča Raketa (Maja Osojnik und Matija Schellander) den 1. Preis für ihr Radio-Stück Wendy Pferd Tod Mexiko beim 9. Berliner Hörspielfestival.

Rdeča Raketa aka Maja Osojnik und Matija Schellander

Maja Osojnik, geboren 1976 in Slowenien, lebt und arbeitet in Wien als Komponistin, Klangkünstlerin und Produzentin, bewegt sich zwischen analoger und digitaler Kunst. Sie versucht, die klanglichen Spektren ihrer Instrumente zu erweitern und neu zu interpretieren – ein Prozess, der an die Erstellung von Anagrammen erinnert.

Matija Schellander, geboren 1981 in Ludmannsdorf-Bilčovs, lebt und arbeitet als Komponist, Kontrabassist und elektronischer Musiker in Wien und komponiert für Musikensembles, Theater, zeitgenössischen Tanz und Film. Studierte Kontrabass in Wien und absolvierte den Lehrgang für Computermusik, ebenfalls in Wien.

Mitwirkende:
Stimmen Natascha Gangl, Maja Osojnik, Matija Schellander
Chor Isabel Baloun, Raumschiff Engelmayr, Kristin Gruber, Lisa Kortschak, Klemens Lendl, Manu Mayr, Rania Moslam, Doris Müller, David Müller, Stephan Richter, Bernd Satzinger, Christian Schlechter, Christoph Stadler, Patrick Wurzwallner
Regie Natascha Gangl, Maja Osojnik, Matija Schellander
Instrumente Maja Osojnik (Elektronik, Pätzold Bassblockflöte, Harmonium, Gesang, Stimme, Field Recordings), Matija Schellander (Elektronik, Kontrabass, Stimme, Field Recordings)
Produktion ORF 2020
Länge 52‘47‘‘

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