Deutscher Hörspielpreis der ARD

Die Entgiftung des Mannes. Radiokomödie in zehn Szenen

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Carina Wiese erhält für die Rolle als „Steffi“ in diesem Hörspiel den Preis für die beste schauspielerische Leistung. Steffi entwickelt sich im Laufe der turbulenten Komödie immer mehr zur selbstbestimmten Frau statt nur für ihren Ehemann zu leben.

Über den Deutschen Hörspielpreis – Beste schauspielerische Leistung entscheidet die Jury des Deutschen Hörspielpreises der ARD. Nominiert waren alle Schauspieler*innen aus den Hörspielproduktionen, die zum Hauptwettbewerb eingereicht wurden.

Gefördert wird der Preis vom Bundesverband der Hörsysteme-Industrie, der auch die Anregung zu dieser mit 3.000 Euro dotierten Auszeichnung gegeben hat.

Im Herbst 1989 haben sich Steffi und Isa bei den Dresdner Montags-Demonstrationen kennengelernt, doch in den Nachwendewirren bald aus den Augen verloren.

Dreißig Jahre später begegnen sie sich wieder, als Steffi in Isas Agentur (Werbung, Druck & Copy) für ihren Mann Jochen Plakate in Auftrag geben will – „Pegida“-Plakate. Das wird Isa auf keinen Fall hinnehmen!

Steffi bleibt skeptisch, beteiligt sich jedoch an Isas Vorhaben, den dauerstänkernden Jochen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt zurückzugewinnen.

Doch die „Entgiftung des Mannes“ gestaltet sich schwieriger als gedacht. Neue Barrieren erfordern neue Einfälle und lassen die beiden Frauen schließlich zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen.

Eine turbulente Radio-Komödie nimmt ihren Lauf, die den Herbst ’89 unmittelbar mit dem Herbst 2019 verknüpft.

Holger Böhme, geboren 1965 in Dresden, nach Abitur und Armeezeit Transportarbeiter, Krankenfahrer und Beleuchter an verschiedenen Theatern Dresdens. Seit 2000 freier Autor und Regisseur. Schreibt Prosa, Theaterstücke und Hörspiele, u. a. Es ist noch einmal gut gegangen (Funkhaus Berlin 1990), Krauses Tod (ORB 1995), Still Mutter (mdr 1997), Stillleben mit Dorf und Leichen (ORB/SFB 1998), Sonnenwende. Toter Hund (ORB/SFB/NDR 2002), Spritztour mit Leichenwagen (DLR 2004), In einem Zug (rbb/Dlf 2005), Der Fall Karassek (rbb 2010), Der Kormoran (mdr 2013), Die meisten Afrikaner können nicht schwimmen (mdr 2016), Manitu (mdr 2017) und Dieter und der Wolf (mdr 2019). Hörspielpreise: Hörspiel des Monats Juni 2013 und des Monats November 2017, Robert Geisendörfer Preis 2017, Hörspielpreis der Internationalen Tage des Regionalen Hörspiels 2002 und 2018.

Mitwirkende:
Stimmen Carina Wiese, Anja Schneider, Alexander Terhorst, Corinna Waldbauer
Regie Stefan Kanis
Instrumentalist Michael Hinze (Hammondorgel)
Dramaturgie Thomas Fritz
Produktion mdr 2019
Länge 54‘01‘‘

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