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René Koslik, ein Mann Anfang vierzig, wird wegen Verdachts auf Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Ab sofort befindet er sich in einer klaustrophobischen Situation: Er darf – aus versicherungsrechtlichen Gründen – nicht nach draußen, ist quasi gefangen, irrt durch labyrinthische Gänge, wartet auf Untersuchungen, schlurft durch Speisesäle, wartet.

Koslik wartet. Auf was? Auf den Urteilsspruch? Seine Exekution? Seinen Freispruch?

Von einem Augenblick zum nächsten hat er die Entscheidungshoheit über sein Leben verloren. Doch dann läuft ihm im Bademantel ein ehemaliger Kommilitone über den Weg, und ein Kapitel im Buch seines Lebens wird aufgeschlagen, das er lange verdrängt hatte.

Julia Rothenburg wurde 1990 in Berlin geboren. Sie studierte Soziologie und Politikwissenschaft, zuerst in Freiburg, dann in Berlin. Für ihr Romanmanuskript Koslik ist krank erhielt sie den Retzhof-Preis für junge Literatur. Die Autorin war Stipendiatin der Schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung. Koslik ist krank (FVA 2017) ist ihr Debütroman.

Mitwirkende:
Stimmen Jens Harzer, Gloria Endres de Oliveira, Bernd Gajkowski, Philipp Kronenberg, Philippe Graber, Theresa Berlage, Ulrich Bähnk, Annelore Sarbach, Josefine Israel, Till Butterbach, Christoph Hagen Dittmann, Cornelia Schirmer, Marie Löcker, Monika Barth, Ingrit Dohse, Anne Moll
Hörspielbearbeitung und Regie Elisabeth Weilenmann
Dramaturgie Susanne Hoffmann
Produktion NDR 2020
Länge 60‘54‘‘

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