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art's birthday, abstraktes Muster rot-blau

ART'S BIRTHDAY 2015 SWR2 und E-Werk Freiburg feiern den Geburtstag der Kunst

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Ausstellung | exhibition

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Ali Gharib - You Hate Me

Ali Gharib - You Hate Me

Daniel Chernov - Last Week: a present (for art)

Victor Schmitt - Volante

LAYTBEUIS - Susurrus Lights, Aggregate I

Sabrin Gharib - Performance #1

Sabrin Gharib - Performance #1

Sabrin Gharib - Performance #1

Jannis Müller-Jehle - Collorscanner

Jannis Müller-Jehle - Collorscanner

Jannis Müller-Jehle - Collorscanner

Pixelcloud von Stefan Rosinski

Pixelcloud von Stefan Rosinski

Stefan Rosinski - PixelCloud

Stefan Rosinski - PixelCloud

Stefan Rosinski - PixelCloud (Rückansicht)

Hauke Rehfeld - Hallo Montreal

Sidonie Osborne-Staples - Call me data

Sidonie Osborne-Staples - Call me data

Ausstellung geöffnet:

16.01. - 25.01.2015

DO/FR 17-20 H | SA 14-20 H | SO 14 - 18 H

E-Werk Freiburg


EG - FOYER:

Ali Gharib - You Hate Me Video, 16:9, 2 min 15 sec, Loop

Im Video „You Hate Me“ bezieht sich der Liebesdiskurs auf eine gleichgeschlechtliche Situation. Der Verliebte projiziert seine Erwartungen auf das Liebesobjekt – bis zur symbolischen Tötung. Nach Roland Barthes’ „Fragmente einer Sprache der Liebe“ ist dies die essentielle Bedingung, um den Liebesdiskurs aufrecht zu erhalten.

Ali Gharib (*1978 in Freiburg) - Nach einem Lehramtsstudium in Köln studiert er zurzeit Medienkunst an der HfG Karlsruhe. Seine Interessen sind das bewegte Bild und die Performance. Das Thema Liebe wird dabei in verschiedenen Kontexten veranschaulicht.

UG - VORRAUM KUNSTLABOR:

Daniel Chernov - Last Week: a present (for art) ➊ Installation, Kopfhörer, Touchscreen

Vom 5. bis zum 12. Januar hat sich der Künstler mit binauralen Mikrofonen Tag und Nacht ununterbrochen aufgenommen. So entstanden 168 Stunden akustisches Material: Eine gleichermaßen fremde wie intime Hörwelt, durch die das Publikum mittels Touchsreen und Kopfhörer nach Belieben navigieren kann.

Daniel Chernov (*1988 in Buenos Aires) - Nach dem Studium der Komposition für elektroakustische Medien an der Universität von Quilmes studiert er zurzeit Komposition an der Hochschule für Musik Freiburg.

Victor Schmitt - Volante ➋ Sound-Video-Licht-Skulptur, 6 min, Loop

Bei dieser Skulptur sind Badminton-Federbälle mit LED-Lichtern und kleinen Lautsprechern ausgestattet. Diese sind mit dem Soundtrack eines Videos synchronisiert, das eine Art graphische Landschaft auf die Wand projiziert. Während eine Kamera durch diese Landschaft fährt, wird jede Veränderung der Formation akustisch wiedergegeben.

Victor Schmitt, (*1989 in Wissembourg) hat die Haute Ecole des Arts du Rhin (HEAR) in Strasbourg besucht und sich parallel kontinuierlich mit der Erzeugung dreidimensionaler Computerbilder beschäftigt. Heute arbeitet er in Strasbourg und Brüssel.

UG - KUNSTLABOR - BUNKER:

LAYTBEUIS - Susurrus Lights, Aggregate I ➌ Soundinstallation, Leuchtstoffröhren, Lautsprecher, Mikrophone

In der Installation werden konventionelle Leuchtstoffröhren aus ihrer funktionalen Bestimmung herausgelöst und in Mangel- und Überschusszustände versetzt. Ihre Eigengeräusche werden mikrofoniert und verstärkt; durch analoge Verschaltung werden Ursache und Wirkung der Licht- und Klangimpulse ununterscheidbar. Was entsteht, ist eine sich selbst speisende Maschine, die fragil ist und deren Entwicklung unvorhersehbar bleibt.

Unter dem Projektnamen LAYTBEUIS treten Jonas Beile, Felix Buchholz und Sascha Jungbauer gemeinsam in Aktion. Eine der thematischen Schnittmengen ihrer interdisziplinären und experimentellen Arbeitsweise ist die Auseinandersetzung mit Technik. Diese untersuchen sie auf systematische Schwachstellen, um neue Bedeutungen und ästhetische Möglichkeiten auszuloten, wobei die Topoi Kontingenz, Obsoleszenz und Dysfunktionalität zur Verhandlung gebracht werden.

UG - KUNSTLABOR:

Stefan Rosinski - PixelCloud ➍ Installation, 51 Versandkartons, Projektoren, Rechner

Frei im Raum hängt eine Skulptur aus pixelartigen Kuben, die an eine Wolke erinnert. Sie dient als Projektionsfläche für traumhafte, sich langsam verändernde Formen. Für Abstraktes und Gegenständliches. Für speziell auf die Geometrie zugeschnittene Animationen. Projektion und Skulptur erweitern sich gegenseitig, es entsteht eine dynamische und scheinbar aus sich selbst leuchtende Skulptur.

Stefan Rosinski (*1973 in Ansbach) lebt als Medienkünstler und freier Programmierer für Echtzeit-Grafik und interaktive Anwendungen in Berlin. Zuvor studierte er Medienkunst und Szenografie an der HfG Karlsruhe und arbeitete am Theater. Natürliche organische Strukturen und deren digitale Reproduktion sind ein wiederkehrendes Motiv in seiner Arbeit.

Licht fällt durch eine Luke in einen Bunker

Sabrin Gharib - Performance #1 ➎ Objekt aus 12 Dachlatten und ca. 20 Rollen Paketschnur, Projektor, Mediaplayer
Performance am Art’s Birthday 19:15 – 22:30

Bei der Performance wickelt die Künstlerin eine Paketschnur um einen Kubus herum und hindurch. Währenddessen wird das digitale Abbild eines fremden Innenraumes auf die Aktion projiziert – der reale und der imaginäre Raum überlagern und vernetzen sich. Durch die gegensätzlichen Kräfte, die auf Schnur und Raum wirken, verformt sich der Kubus allmählich und verändert sowohl die Projektion als auch sich selbst.

Sabrin Gharib (*1984 in Freiburg) studiert nach ihrer Ausbildung als Visagistin zurzeit an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Sie lebt und arbeitet in Karlsruhe und Freiburg. In ihrem Werk befasst sie sich mit dem Verhältnis vom digitalen Raum zum öffentlichen Raum und untersucht die ethischen und moralischen Rahmenbedingungen.

Projektion zweier blauer Flächen

Jannis Müller-Jehle - Collorscanner ➏ Installation, Leinwand, LED-Lampen

Die Installation besteht aus verschiedenfarbigen Feldern auf einer Platte/Leinwand. In einem gegenüberliegenden Rahmen sind LED-Lampen mit Farbwechsel-Modus montiert. Die LED-Lampen beleuchten die Farbfelder. Durch den Wechsel der Lichtfarben verändern sich auch die Farbflächen und treten mal vor oder zurück. Das Licht erforscht die Farbe.

Jannis Müller-Jehle (*1989 in Weinheim/Bergstraße) studiert nach Abschluss des Studiums an der Freien Kunstakademie Mannheim zurzeit an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe Malerei und Grafik. In seiner aktuellen Arbeit erforscht er die Wechselwirkungen von Licht, Raum und Farbe.

Hauke Rehfeld - Hallo Montreal ➐ Video, 8:30 min, Loop

Das Video zeigt das Gesicht des Künstlers, der in verschiedenen Stimmlagen immer wieder „Hallo Montreal“ in die Kamera sagt. Damit thematisiert er seine Beziehung zu einem imaginären Gegenüber; Anrede und Aufhebung der Anrede; ebenso ungeschönte Persönlichkeitsöffnung. So wie die Kamera, gewinnt und verliert der Betrachter den Kontakt zum Künstler und seinen Emotionen.

Hauke Rehfeld (*1983 in Hamburg) studierte Computervisualistik in Koblenz und promoviert seit 2011 in Computergrafik an der Uni Karlsruhe. Seine Tätigkeitsfelder sind Foto, Video, Konzept, Performance und Installation.

ein menschliches Auge vor einem 3D-Gitternetz

Sidonie Osborne-Staples - Call me data ➑ Videoinstallation, 8 Monitore, Lautsprecher

Die Arbeit nimmt Bezug auf Erziehungsfilme über Hygiene aus den 1930er und 1940er Jahren: Eine kalte, inhumane Bildsprache in Grautönen wird Schicht für Schicht zum Vorschein gebracht. Der Kopf: das Haus für Geist und Seele.
Was wäre, wenn nur noch Informationen und Transaktionen unser Porträt erschaffen und die menschliche Präsenz ersetzen würden? Würden wir dann nicht alle ähnlich aussehen, so flach und digitalisiert?

Sidonie Osborne-Staples (*1993 in London) zog mit 13 Jahren mit ihrer Familie nach Frankreich. Nach einem Textil-Studium in Lille studiert sie zurzeit an der HEAR in Strasbourg audiovisuelle Kunst. Sie liebt Nacht-und-Nebel-Geschichten und möchte in ihrer Arbeit eine ähnliche Stimmung heraufbeschwören.

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