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Gesellschaft für deutsche Sprache Wort des Jahres 2018: "Heißzeit"

"Heißzeit" ist das Wort des Jahres 2018. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden bekannt. Der Begriff umschreibe nicht nur den extremen Sommer, sondern beziehe sich auch auf den Klimawandel.

Seit 1977 kürt die Gesellschaft für deutsche Sprache regelmäßig das "Wort des Jahres". Ausgewählt werden Begriffe oder Wendungen, die wichtige Entwicklungen im politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Leben auf besondere Weise sprachlich verdichten.

Bezug zum Klimawandel

Mit dem Begriff "Heißzeit" hat die Gesellschaft für deutsche Sprache einen Begriff zum Klimawandel zum Wort des Jahres gekürt. Seit dem Sommer wird wieder eine intensive Debatte über die Beschleunigung der Erderwärmung geführt. Grund dafür waren extreme Temperaturen, Dürre und teils katastrophale Waldbrände.

Das Kunstwort "Heißzeit" als Gegensatz zur "Eiszeit" verweise letztlich nicht auf das Jahr 2018, sondern auf eine ganze Epoche, so Frauke Rüdebusch von der Gesellschaft für deutsche Sprache in SWR2 zur Entscheidung der Jury. Der Begriff eigne sich außerdem wunderbar für Sprachspiele.


Wort des Jahres: Ausgewählt werden signifikante Begriffe

Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache wählt das Wort des Jahres aus mehreren tausend Belegen in Medien und in Einsendungen. Zur Jury gehören der Hauptvorstand der Gesellschaft und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ausgewählt würden nicht besonders häufig verwendete Worte, sondern Begriffe mit hoher Signifikanz und Popularität. Auf diese Weise soll das Wort des Jahres den sprachlichen Nerv der Zeit treffen - ohne den ausgewählten Begriff damit zu bewerten oder zur Verwendung zu empfehlen.