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ZDF-Drama „Die Welt steht still“: Die Corona-Pandemie ist im Spielfilm angekommen

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„Es ist ein Stück Geschichte inzwischen und wir müssen uns damit auseinandersetzen“, erzählt Anno Saul, Regisseur von „Die Welt steht still“. Die ZDF-Produktion erzählt die fiktive Geschichte einer Oberärztin in Konstanz, gespielt von Natalia Wörner, die im Krankenhaus den Ausbruch der Pandemie miterlebt und selbst an Covid erkrankt.

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Das ganze Spektrum an Corona-Erlebnissen

Der Film starte mit dem Beginn der ersten Welle an Silvester 2019/2020, sagt Saul: „Als wir dachten, es wird noch ein wunderbares Jahr und dann kommen die ersten Meldungen aus Wuhan“, und dann sei die Krankheit stetig näher gekommen. Man habe versucht, das ganze Spektrum an Erlebnissen und Erfahrungen, die es damals gegeben habe, in den Film aufzunehmen.

„Der Mann ist Künstler, Oboist, dessen Tournee abgesagt wurde, die Kinder sind im Homeschooling und im Haus wohnen Menschen, die das ganze für eine leichte Grippe halten“, so der Regisseur. Gleichzeitig habe sich die Autorin für den medizinischen Aspekt auch inspirieren lassen von den Geschichten, die ihre — echte — Tochter von der Arbeit als Ärztin in einem Konstanzer Krankenhaus mit ihr geteilt habe.

Hommage an das medizinische Personal

Saul bezeichnet den Film auch als eine „Hommage an das medizinische Personal“. Anfangs sei noch gar nicht klar gewesen, welche Maßnahmen überhaupt schützten und wie man die Pandemie möglichst effektiv bekämpfen oder zumindest eindämmen könne — „den Bereich der Unsicherheit wollten wir erzählen“.

Nicht nur um das Krankenhaus gehe es im Film, sondern auch um die ganze Situation, die jede und jeder erlebt hat: „Ich sitze nun zu Hause und habe keine Ahnung, wie lange, und ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht“. Um diesen Moment gehe es, resümiert Saul.

Der ganze Film steht bis zum 7.11.2022 in der ZDF Mediathek

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