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„Es ist kein Film über Geflüchtete“, sagt Katja Riemann über ihre Arte-Dokumentation aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria — „es ist ein Film über Studierende.“ Im Film zeigt die Schauspielerin und Regisseurin wie eine Filmschule den jungen Menschen eine neue Zukunft eröffnet.

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Ihre Protagonist*innen habe sie auf der Insel Lesbos nicht lange suchen müssen, erklärt Riemann, die sich seit vielen Jahren für humanitäre Projekte engagiert, in SWR2.

Geflüchtete werden Medienschaffende

Ihre Doku in der Reihe „Square für Künstler“ porträtiert drei Jungen und drei Mädchen, die sich eigentlich für fiktionalen Film interessieren, bei der humanitären Katastrophe und dem Brand im Flüchtlingslager aber notgedrungen zu Berichterstattern geworden sind.

Sie seien es gewesen, die für zahlreiche internationale Medien das Bildmaterial aus Moria geliefert hätten, so die Schauspielerin.

Wie aus Flüchtlingen in Moria Studierende wurden: Katja Riemann über ihre ARTE-Doku (Foto: Pressestelle, © Apollo Films Katja Riemann)
Katja Riemann vor einem Meer an Rettungswesten auf der griechischen Insel Lesbos Pressestelle © Apollo Films Katja Riemann

Enorme Motivation der Schüler*innen

Der Unterricht an der Filmschule „Refocus media lab“, gestaltet vom Amerikaner Douglas und der Polin Sonia, habe unter schwierigsten Bedingungen stattgefunden. Doch schon wegen der enormen Motivation ihrer Schüler*innen hätten die beiden immer weiter gemacht.

Beide seien ein Beispiel für Helfer*innen im humanitären Bereich, die einfach nicht mehr aufhören könnten: „Wenn du angefangen und dich dafür entschieden hast, dann machst du weiter“, so Riemann.

Katja Riemanns „Carte Blanche“ über die Filmschule in Moria:

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