Gespräch

Nostalgische Filme von Wes Anderson und Kirill Serebrennikov in Cannes

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„La Croisette“, die Strandpromenade von Cannes, ist voll von Stars des Filmfestivals ohne Schutzmasken – ein Bild wie vor der Pandemie. Ein Hauch von Nostalgie weht auch in einigen Filmen des Wettbewerbs, beispielsweise in „Petrov’s Flu“ von Regisseur Kiril Serebrennikow, der seit 2017 Russland nicht verlassen darf. Auch Wes Andersons „French Dispatch“ hat nostalgische Seiten: „Ein interessanter, kluger und politischer Film“, so der Filmkritiker Rüdiger Suchsland aus Cannes.

Gespräch Halbzeit-Bilanz des Filmfestivals von Cannes: Vater-Tochter-Konflikte als Leitmotiv

„Erstaunlich gut“ nennt Filmkritiker Rüdiger Suchsland das Debüt von Dylan Penn im Film „Flag Day“ ihres Vaters Sean Penn. Die Darbietung sei einen Kinobesuch wert, findet der SWR2-Experte anlässlich einer Halbzeit-Bilanz des Filmfestivals von Cannes. Das Sujet einer Tochter-Vater-Suche sei in Cannes geradezu ein Leitmotiv.
Neben „Flag Day“ empfiehlt der Kino-Kenner auch das neue Werk von Paul Verhoeven. In „Benedetta“, bei dem das (Liebes-)Leben einer jungen Nonne im 19. Jahrhundert dargestellt wird, gehe es nicht um Erotik, meint Suchsland. „Es geht auch darum, dass Verhoeven uns aufklärt über die Position von Religion in unserer Gesellschaft“. „Benedetta“ sei im Grunde ein ferner Spiegel unserer Zeit und zudem „einfach ein sehr, sehr guter Film. Er hat mir großen Spaß gemacht“, bilanziert er.
Weniger eindrucksvoll war für den Filmkritiker dagegen der neue Animations-Film des Isaeli Ari Folman. Im Gegensatz zu „Waltz with Bashir“, mit dem Folman Furore gemacht hat, gehe es in „Where is Anne Frank“ nicht darum zu verstören, sondern eindeutig mehr um Inhalt. „Es geht auch um die Holocaust-Industrie, um die Verwertung und Vermarktung einer Figur“, verrät Suchsland zum Inhalt. Der Film sei insgesamt gut und anständig, aber auch „ein bisschen naiv und auch ein bisschen langweilig“.
Zur Kritik, dass auch dieses Jahr in Cannes nur wenige Filme von weiblichen Regisseuren gezeigt werden, findet Suchsland, dass ein Festival nicht die Aufgabe habe, die Welt besser zu machen als sie ist. Sein Gegen-Argument: „Das Festival markiert sich an einer anderen Stelle. Wenn wir auf die Jury schauen, wo sehr viele gute Regisseurinnen vertreten sind - und auch in der Nachwuchs-Sektion schein's anders zu sein“.
Rüdiger Suchsland arbeitet seit über 20 Jahren als Filmkritiker; er ist zudem Beirat im Verband der deutschen Filmkritik.  mehr...

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Film Die Rettung von Cannes: Das Filmfestival feiert sich zur Wiedereröffnung

Der Andrang beim Eröffnungsabend in Cannes war groß, bereits der Eröffnungsfilm, das Film-Musical „Annette“ des französischen Regisseur Leos Carax bot mit Adam Driver und Marion Cotillard Starbesetzung. Die zweifache Oscar-Preisträgerin Jodie Foster erhielt die Ehrenpalme für ihr Gesamtwerk. Und Jury-Chef Spike Lee ließ wissen, er wünsche sich, so gut Französisch sprechen zu können wie Jodie Foster selbst.  mehr...

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Film Festival in Präsenz: Zum Start der Filmfestspiele in Cannes

Im vergangenen Jahr wegen Corona ausgefallen, in diesem Jahr finden sie statt: die Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Stars, Kinoliebhaber und Autogrammjäger treffen sich nach einem Jahr Corona-Pause wieder an der Croisette. Cannes 2021 ist das erste große internationale Kultur- und Filmereignis, das in diesem Jahr in Präsenz stattfinden wird.  mehr...

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