Gespräch | Unser Wasser

Wassermangel droht auch in Deutschland: Filmemacher Daniel Harrich über seine Doku „Die große Dürre“

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INTERVIEW
Doris Maull

Weltweit nimmt der Wassermangel bedrohlich zu. „Die gute Nachricht lautet: Wir haben in Deutschland noch genug Wasser, um jetzt zu reagieren“, sagt der Filmemacher Daniel Harrich in SWR2.

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Thementag #unserWasser im Ersten

Noch bleibe Zeit, den künftigen Wasserverbrauch besser zu steuern, zum Beispiel bestes Tiefengrundwasser nicht länger als Beregnungswasser für die Landwirtschaft einzusetzen.

Am 29.8. ist Thementag #unserWasser in der ARD. "Die Story im Ersten: Die große Dürre" von Daniel Harrich läuft um 20:15 Uhr.

Filmstill (Foto: ard-foto s1, © SWR/Jasmin Bergmann)
Eine Lerche ist im Trockenstress zusammengebrochen. Ohne Wasser kann sie kein Harz produzieren und sich nicht gegen Insekten wehren. ard-foto s1 © SWR/Jasmin Bergmann

"Crowd-Science-Aktion" mit Bürger*innen Beteiligung

Eines der Probleme sei, dass die Grundwasser-Meldestellen in Deutschland weitgehend abgeschafft worden seien, es daher keine verlässlichen Zahlen gebe. In einer "Crowd-Science-Aktion" hat die ARD deshalb in Zusammenarbeit mit der Universität Landau für seine Dokumentation bundesweit Bürgerinnen und Bürger nach ihren eigenen Beobachtungen gefragt, beispielsweise nach trockengefallenen Bächen und Teichen. Bislang seien rund 1.500 solcher Meldungen eingegangen, so Harrich.

Der Verteilungskampf um das Wasser in Deutschland hat begonnen

Diese Beobachtungen zeigten, dass sich die Ist-Situation in Deutschland bereits viel weiter den pessimistischen Zukunftsszenarien des Potsdam-Instituts für Klimafolgen-Forschung angenähert habe. Dort, wo Wasser zur Bewässerung aus dem Boden entnommen werde, würden vielfach falsche Zahlen gemeldet, gebe es vermutlich Betrug in Bezug auf die wirklich entnommenen Mengen. Zwischen Großstädten und umliegenden Orten habe der Verteilungskampf um das Wasser bereits heute begonnen.

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