Gespräch

Arte-Doku „Hallo Diktator“: Über Ungarn, die EU und die Rechtsstaatlichkeit

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In Ungarn landen etwa 20 Prozent aller EU-Mittel in den privaten Taschen des Orban-Clans, ergibt eine Recherche von Transparency International. Diese gewaltige Zahl werfe Fragen auf, sagt der Filmemacher Michael Wech. Zum Beispiel: Wie kann es sich Orban eigentlich leisten, nicht wie andere EU-Staaten am System der Europäischen Staatsanwaltschaft teilzunehmen? „Die wäre die einzige Möglichkeit, solchen Korruptionsfällen auf die Spur zu kommen.“

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In seiner Doku „Hallo Diktator“ geht es um das Verhältnis der EU zu ihrem Mitgliedsstaat Ungarn. Dabei gehe es um mehr als um das politische Alltagsgeschäft sagt der Regisseur Michael Wech in SWR2, nämlich um die Frage nach dem Wert der Demokratie. „Die EU kann diesem Konflikt nicht länger aus dem Weg gehen, sie muss ihn angehen.“

Die Doku „Hallo Diktator“ lief am 2. Februar bei Arte.

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