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Die eigentliche Verantwortung für den Dieselskandal bei VW sei bis heute nicht richtig aufgeklärt, sagt der Regisseur Johan von Mirbach in SWR2 über seine Dokumentation #Dieselgate im Kultur-Sender Arte.

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Von Mirbach hat für seinen Film auch mit VW-Managern gesprochen, deren Namen anonymisiert wurden. Bis heute hielten sich diese Männer nicht für verantwortlich, so Mirbach: „Jeder, der dabei war, ist überzeugt, dass jemand anderer die Verantwortung trägt“.

Keiner übernimmt Verantwortung

Alle könnten gut erklären, was damals gelaufen sei. Einige seien auch noch immer überzeugt, dass der Einbau der betrügerischen Diesel-Software eigentlich rechtens gewesen sei. Schuld seien in ihrer jeweiligen Wahrnehmung aber immer „die anderen“.

Fehler in der Führungskultur

VW sei damals ein sehr autoritär geführter Konzern gewesen. Während man Ingenieur*innen ein eigentlich „unlösbares Problem“ zur Lösung übertragen habe, so von Mirbach, seien die Verantwortung nach oben weggeschoben und die eigentlichen Details immer spärlicher weitergemeldet worden. Einer der Manager habe in der Doku lakonisch festgestellt: „Und dann war das Ding halt einfach drin.“

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