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„Ich bin ja einer, der das Werk in den Vordergrund stellt“, sagt der aus dem Hunsrück stammende Regie-Altmeister Edgar Reitz („Heimat“) über seine Ansichten zum Verhältnis Künstler und Werk. Deshalb war es für ihn ungewohnt, selbst im Mittelpunkt des Dokumentarfilms „800 Mal Einsam“ zu stehen.

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Der Filmtitel beziehe sich darauf, dass in einem Kino mit 800 leeren Sitzen gefilmt wurde, berichtet Reitz in SWR2. Persönlich sei er der Ansicht, Regisseure müssten sehr kommunikativ sein. Der Reiz des Films besteht für ihn aber auch darin, dass zwischen der Einsamkeit des Besuchers und dem Leinwandgeschehen eine Art „innerer Dialog“ entstehe.

Der Film handelt von den Erfahrungen, die Edgar Reitz während seiner Filmarbeiten gemacht hat, beispielsweise von ermüdenden Finanzierungsgesprächen bei Förderungen und Sendern, vom Kampf um künstlerische Freiheit und von der Wut über Fehlentscheidungen. Regisseurin Anna Hepp streut außerdem immer wieder Filmausschnitte aus Reitz‘ Werk ein, zum Beispiel aus der berühmten, beinahe 60-stündigen „Heimat“-Serie über eine Familien- und Dorfgeschichte im Hunsrück und am Mittelrhein.

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