Gespräch

ARD-Doku „Putins Krieg – Ist das noch mein Russland?“

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AUTOR/IN
Kristine Harthauer

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„Ich schäme mich für Russland“, sagt die deutsch-russische Journalistin Natalia Konyashina im SWR2-Gespräch. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine habe sie ins Grübeln gebracht, inwiefern Russland noch „ihr Russland“ sei.

Russlanddeutsche zwischen Putin-Liebe und Hilfe für die Ukraine

Sie wollte wissen, wie andere Russlanddeutsche fühlen: „Rabiat: Putins Krieg – Ist das noch mein Russland?“ heißt ihre SWR-Dokumentation, in der sie verschiedene Menschen trifft, die in Deutschland leben und einen russischen Hintergrund haben.

Wie die Friseurin Natalia, die über sich sagt: „Ich liebe Putin!“ oder Alexander Grüner, der eine russische Bar in Berlin betreibt, jetzt aber vor allem ukrainischen Geflüchteten hilft. Natalia Konyashina sei durch ihre Doku vor allem eines klarer geworden: „Russland kann in Zukunft doch noch mein Russland sein“.

„Rabiat: Putins Krieg – Ist das noch mein Russland?“ ist ab 6. Dezember in der ARD-Mediathek zu sehen.

Filmstill (Foto: SWR, © SWR/Benedict Sicheneder)
Die mehrmalige Weltmeisterin im Boxen, Christina Hammer, wurde als Russin für den Krieg verantwortlich gemacht, obwohl sie noch nie in Russland war und ihre Eltern aus Kasachstan kommen. © SWR/Benedict Sicheneder Bild in Detailansicht öffnen
Das Bankkonto von Elena W. wurde wegen ihrer russischen Staatsangehörigkeit vorübergehend gesperrt. © SWR/Benedict Sicheneder Bild in Detailansicht öffnen
Maksim Kaschtalinski ist durch eine Flucht nach Deutschland dem Einzug in die russische Armee entkommen. © SWR/Benedict Sicheneder Bild in Detailansicht öffnen
In Berlin trifft Autorin Natalia Konyashina (li.) Alexander Grüner. In seiner russischen Bar in Berlin treten zunehmend ukrainische Künstlerinnen und Künstler auf. © SWR/Benedict Sicheneder Bild in Detailansicht öffnen
Für Natalia S. aus Hessen (links im Bild) ist Wladimir Putin der beste Mann in der Welt. © SWR/Benedict Sicheneder Bild in Detailansicht öffnen
Er ist einer der bekanntesten Russen in Deutschland: Wladimir Kaminer. Seine langjährige Partyreihe Russendisko hat er inzwischen in Ukrainedisko umgenannt. © SWR/Benedict Sicheneder Bild in Detailansicht öffnen
Im Interview räumt Kaminer ein: „Ich schäme mich für mich, dass ich das nicht gesehen habe." © SWR/Benedict Sicheneder Bild in Detailansicht öffnen

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