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„Die Amokfahrt von Trier“: SWR Doku rückt Ersthelfer*innen und Betroffene in den Fokus

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„Ich wollte dem Täter kein Denkmal setzen“, sagt der SWR-Autor und Filmemacher Jürgen Schmidt. In seiner Doku gehe es um die Ersthelfer*innen, die im Dezember 2020 bei der Amokfahrt in der Trierer Innenstadt versucht haben, Leben zu retten. Und um die Augenzeug*innen, die gesehen haben, wie der Geländewagen die 851 Meter mit 81 Kilometer pro Stunde durch die Fußgängerzone raste und eine Verwüstung hinterließ.

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Vor allem hat Jürgen Schmidt einen Mann begleitet, der damals seine Schwester und den Schwager verloren hat, der 11 Monate später als 6. Opfer verstarb. Die Trauer der Opferangehörigen verlaufe in Wellen, so der Filmemacher. Ein wichtiger Moment sei der Prozessbeginn gewesen.

Sein Protagonist habe vergeblich gehofft, dort in Augenkontakt mit dem Täter zu kommen und sei traurig darüber, dass der nichts sagt zu seiner Tat. „Ich habe den naiven Wunsch“, erklärt Jürgen Schmidt, „dass der Täter sich die Doku anschaut, die Gesichter der Opfer und ihrer Angehörigen sieht und erkennt, dass er kein Held ist.“

Die ganze Doku bis 30.11.2022 in der ARD Mediathek:

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