STAND
AUTOR/IN

Das Internationalen Filmfestival Mannheim Heidelberg ist eine Plattform für internationale Newcomer-Filme. Im Wettbewerb um den Grand Newcomer Award, den großen Nachwuchspreis, läuft in diesem Jahr auch der Film einer jungen Regisseurin aus Heidelberg im Programm. Ein echtes Ausrufezeichen von Regisseurin Laura Mahlberg mit ihrem Film „Holding Positions“.

Audio herunterladen (3,2 MB | MP3)

Ein Leben im Transit und die Frage: „Was wäre, wenn?“

In „Holding Positions“ von Laura Mahlberg geht um Menschen, die am Flughafen Wartezeit verbringen, im Transit sind und dann, so die junge Regisseurin, „der Frage nachgehen: Was wäre wenn? Also ganz banal gesagt: Man kennt, glaube ich, den Moment, wenn man im Flughafen ist und auf die Anzeigentafeln schaut und denkt: Was wäre, wenn ich mir jetzt ein Ticket kaufen, irgendwo hinfliegen und noch mal ganz neu starten würde?”

Laura Mahlbergs erster Langfilm besteht aus vier Episoden in vier verschiedenen Sprachen, Finnisch, Deutsch, Mandarin und Englisch. Ein Spielfilm mit dokumentarischen Elementen: „Wir haben viel am Flughafen beobachtet, und die inszenierten Szenen haben wir zwischen normalen Reisenden gedreht.

Das letzte Filmfestival Mannheim Heidelberg mit Leiter Michael Kötz

Audio herunterladen (3,2 MB | MP3)

Langsame Erzählweise soll Zuschauer selbst zu Wartenden machen

Die 31-jährige Heidelbergerin hat ihr Handwerk an der privaten Merz-Akademie in Stuttgart gelernt, wo sie inzwischen auch lebt. Sie hat sich dem Filmemachen langsam, aber beharrlich genähert, zwischendurch aber auch überlegt, Klavier zu studieren. Längst ist die Entscheidung zugunsten des Films gefallen.

„Holding Positions“ zeigt lang stehende Totalen. Die langsame Erzählweise soll die Zuschauer selbst zu Wartenden und Beobachtenden machen. Dass diese Arbeit nun ausgerechnet beim Filmfestival Mannheim-Heidelberg im Wettbewerb läuft, ist für Laura Mahlberg etwas Besonderes.

68. Internationales Filmfestival Mannheim Heidelberg. Vom 14. bis zum 24. November 2019.

Film Scarlett Johansson und Adam Driver in „Marriage Story“ von Noah Baumbach

Manche sehen in ihm einen „jüngeren Woody Allen“, in jedem Fall ist Noah Baumbach einer der begabtesten Regisseure seiner Generation. „Mariage Story“ ist eine bittersüße Tragikomödie.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Film Familiendrama– „Bis dann, mein Sohn“ von Wang Xiaoshuai

Der Regisseur Wang Xiaoshuai gehört zu den Pionieren des unabhängigen Films in China. 2019 gewannen die beiden Hauptdarsteller seines Familiendramas „Bis dann, mein Sohn“ die Silbernen Bären der Berlinale.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Gespräch "Why are we creative" - Regisseur Hermann Vaske über seine Doku

David Bowie ist nach Ansicht der Dokumentarfilmers Hermann Vaske der Prototyp des kreativen Künstlers. Der Ausnahmekreative war darüber hinaus auch sehr kooperativ in der jahrzehntelangen Zusammenarbeit, sagt der Regisseur. Anders reagierte Ai WeiWei, der die Frage des Films, warum wir kreativ sind einfach, durchgestrichen hat. Die Auswahl der Kreativen in seinem Film vom Dalai Lama über Nelson Mandela bis zu Marina Abramovic ist allerdings subjektiv, sagt Vaske.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

STAND
AUTOR/IN