Gespräch

Oscar in Reichweite? Jan Schomburg über seinen SWR-Film „Ich bin dein Mensch“ mit Maren Eggert

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INTERVIEW
Frauke Oppenberg

„Spontan hätte ich gesagt, das ist ja totaler Quatsch“, sagt Drehbuch-Autor Jan Schomburg in SWR2 über die Aussichten seines Films „Ich bin Dein Mensch“ bei der diesjährigen Oscar-Verleihung.

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Bereits vier deutsche Filmpreise für „Ich bin dein Mensch“

Die SWR-Produktion über die Liebe zu einem humanoiden Roboter ist als diesjähriger deutscher Beitrag für die Oscars 2022 eingereicht. Der Film hat bereits vier deutsche Filmpreise gewonnen, Hauptdarstellerin Maren Eggert hat bei der Berlinale den silbernen Bären erhalten.

Jan Schomburg (Foto: IMAGO, Future Image)
Drehbuchautor Jan Schomburg bei der Premiere seines Films „Ich bin dein Mensch“ Future Image

Oscar in greifbarer Nähe

„Wir scheinen eine Art von Nerv getroffen haben“, sagt Schomburg über das gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Maria Schrader verfasste Drehbuch. Selbst die Besprechungen in der US-Presse, im „New Yorker“, der „L.A. Times“ und der „New York Times“ seien überraschend euphorisch.

Offensichtlich sei es eine „international verständliche Geschichte“. Am 21. Dezember wurde die Shortlist für die Oscar-Kandidaten bekanntgegeben: „Ich bin Dein Mensch“ geht als deutscher Beitrag ins Rennen um den begehrtesten Filmpreis der Welt.

Seit dem 15.12. ist „Ich bin Dein Mensch“ in der ARD Mediathek verfügbar und läuft am 22.12. abends im Ersten.

„Ich bin dein Mensch“  von Maria Schrader (Foto: Pressestelle, Berlinale)
Die Wissenschaftlerin Alma soll auf Probe drei Wochen lang mit dem Roboter Tom (Dan Stevens) zusammenleben und anschließend ein Gutachten dazu schreiben. Pressestelle Berlinale

Dan Stevens überzeugt als humanoider Roboter

Dan Stevens gelinge es mit seinem Spiel und geringfügig klischierten menschlichen Bewegungen, den subtilen Eindruck eines Roboters zu erzeugen. „Er ist einem Menschen so nah, wie man einem Menschen kommen kann, aber er ist eben kein Mensch“, so Schomburg.

Als selbstlernender Roboter stelle er sich nach und nach auf die Geliebte ein. Maren Eggert verkörpere dabei eine Frau, die diesen Lernprozess mitgehen könne. In gewisser Weise glaube sie an die Liebe, aber nicht an die, die einlulle und aus der Realität herausreiße.

„Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader in der ARD Mediathek

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