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INTERVIEW

Erstaunt zeigt sich der Düsseldorfer Medienwissenschaftlerin Christiane Eilders über die positive Resonanz ihres Online-Diskussionsformats „#meinfernsehen 2021“. Im Gespräch mit SWR2 sagt Eilders über die vielfältigen Reaktionen: „Wir haben gemerkt, dass wir da in ein Nest von Wünschen und Ideen stechen“.

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Vielfältiger Input aus der Bevölkerung

Die Menschen, die in dem mehrmonatigen Projekt ihre Vorstellungen zu einer Reform der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland äußern konnten, seien „scharf darauf“ gewesen, ihre Wahrnehmung zu Protokoll zu geben.

In dem Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Grimme-Institut betrieben wurde, ging es um eine Sammlung von Kritikpunkten und Verbesserungs-Wünschen des Publikums an die Sender von ARD und ZDF.

Projekt ist ein Erfolg

Anders als bei einer repräsentativen Umfrage habe man Stimmen gesammelt, die auch öffentlicher Kritik standhalten: „Das hat mehr Substanz als wenn man die Leute einfach nur so fragt“, meint Eilders, die das Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie leitet. Das sei in diesem Fall „extrem gut gelungen“.

Die Palette der Kritik an den Inhalten der Sender sei sehr groß gewesen, berichtet die Kommunikationsforscherin — von der Forderung nach der Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks oder der Fusion von Sendern bis zur mangelnden Ausgewogenheit der Nachrichten-Inhalte und dem Niveau der Unterhaltungssendungen.

Konstruktive Kritik sollte nun Folgen haben

Insgesamt bilanziert die Kommunikationswissenschaftlerin die Kritik als konstruktiv und spricht von einer „Wundertüte für die Programmmacher“ — was die Umsetzung aber auch schwierig mache.

Welche Folgen die Erhebung hat lässt sich nach Ansicht der Expertin vor der Abschluss-Diskussion mit den Programm-Verantwortlichen nur schwer vorhersagen: „Wir hoffen, dass sie dann in ihren Gremien und Kreisen weiter diskutieren — aber darauf haben wir keinen Einfluss“.

Online-Vorstellung am 27.5.2021

Am 27.5.2021 werden die Ergebnisse der Gespräche ab 11:30 Uhr in einer Online-Veranstaltung vorgestellt.

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