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Wissenschaftlerin Alma testet das Zusammenleben mit dem humanoiden Roboter Tom der speziell nach ihren Wünschen programmiert wurde. Für ihre Darstellung der Alma in der SWR Produktion erhielt Maren Eggert den Silbernen Bären der 71. Berlinale als beste Schauspielerin.

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Partner auf Probe

Die Liebe steht auf Almas Prioritätenliste ziemlich weit unten. Ganz oben steht die Erforschung der Poesie ägyptischer Keilschriften. Die Mitvierzigerin ist Wissenschaftlerin am Berliner Pergamonmuseum. Als ihr Chef für eine Ethikkommission ein Gutachten über humanoide Roboter schreiben muss, soll Alma einen Prototypen für drei Wochen als Partner testen.

„Ich bin dein Mensch“  von Maria Schrader (Foto: Pressestelle, Berlinale)
Regisseurin Maria Schrader hat zusammen mit Jan Schomburg das Drehbuch geschrieben. Pressestelle Berlinale Bild in Detailansicht öffnen
Die Berliner Wissenschaftlerin Alma (Maren Eggert) arbeitet im Pergamonmuseum. Pressestelle Berlinale Bild in Detailansicht öffnen
Um an Forschungsgelder für ihre Arbeit zu kommen, lässt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Studie überreden. Die Mitarbeiterin einer Partnerschaftsagentur (Sandra Hüller) stellt ihr den humanoiden Roboter Tom (Dan Stevens) vor. Pressestelle Berlinale Bild in Detailansicht öffnen
Alma soll auf Probe drei Wochen lang mit Tom (Dan Stevens) zusammenleben und anschließend ein Gutachten dazu schreiben. Pressestelle Berlinale Bild in Detailansicht öffnen
Mit seiner künstlichen Intelligenz wird Tom ganz auf ihren Charakter und ihre Bedürfnisse programmiert. Pressestelle Berlinale Bild in Detailansicht öffnen
„Tom“ soll für Alma den perfekte Lebenspartner darstellen. Pressestelle Berlinale Bild in Detailansicht öffnen

Rosenblätter und Schaumbad

Theoretisch müsste Tom Almas Traummann sein. Der Roboter wurde entsprechend ihrer Vorlieben und Bedürfnisse konfiguriert. Herausgekommen ist ein großer, gut aussehender Mann: intelligent, kultiviert, freundlich. Sogar sein leichter britischer Akzent, über den sich Alma wundert, scheint irgendwo in ihrem Innersten als Wunsch geschlummert zu haben.

Und doch empfindet die verschlossene Wissenschaftlerin zunächst nur Widerwillen gegen ihren gefügigen Partner, der sie morgens mit einem opulenten Frühstück verwöhnt oder Rosenblätter im Bad verstreut, wo er sie mit einem Glas Sekt und einem Schaumbad erwartet.

Der perfekter Algorithmus ersetzt die Liebe

In „Ich bin dein Mensch“ fragt Regisseurin und Co-Drehbuchautorin Maria Schrader nach dem Geheimnis der Liebe. Die Vorstellung, jemanden zu finden, der einem alle Wünsche aus Herz und Hirn abliest, ohne selbst je was zu wollen, mag verlockend klingen.

Aber machen nicht erst das Unberechenbare und Widerständige den Anderen begehrenswert? Wo bleiben Individualität, Phantasie und Emotionen in einer solchen Beziehung? Und macht es einen Unterschied, wenn ich weiß, dass mein Partner, etwas nicht aus Liebe tut, sondern lediglich aufgrund perfekt kalibrierter Algorithmen?

Private Paarbeziehung auf dem Prüfstand

Maria Schrader stellt mit diesem Film nicht nur die private Paarbeziehung auf den Prüfstand, sondern denkt auch über das soziale Miteinander in der Gesellschaft nach. Folgt man der Logik des Films, hat uns die Künstliche Intelligenz vermutlich bald auch auf diesem Gebiet abgehängt.

Wie schon mit ihrer preisgekrönten Miniserie „Unorthodox“ trifft Schrader mit diesem Zukunftsszenario einen ganz eigenen Ton: problembewusst, ohne anklagend zu sein und mit viel Sympathie für ihre Figuren.

Maren Eggert und Dan Stevens in berührender RobCom

So verstörend die Idee von Mensch-Roboter-Paaren sein mag, so absurd komisch ist sie in „Ich bin dein Mensch“ in vielen Momenten zugleich, was sowohl an den pointierten Dialogen liegt als auch am großartigen Ensemble, allen voran Maren Eggert als Alma und Dan Stevens als Roboter Tom. Dieses Paar macht aus der klassischen Romantic Comedy, der RomCom, eine berührende RobCom und ein Plädoyer für mehr Freundlichkeit im Umgang miteinander, egal ob Mensch oder Maschine.

Berlinale 2021 in SWR2

Film Durchwachsenes Resümee zur Pandemie-Berlinale 2021

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Film „Ich bin dein Mensch" von Maria Schrader: Tragikomödie mit humanoidem Roboter

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Serie „Ich und die Anderen“: Surrealer Egotrip von David Schalko mit Tom Schilling

Der Romanautor David Schalko war schon Werbetexter, Regisseur von Musikvideos und Sexkolumnist. In seiner neuen Serie schickt er Tom Schilling als Tristan auf die Suche nach sich selbst. Dazu hat er jeden Tag einen Wunsch frei, um sein Umfeld nach seinem Willen zu manipulieren. Und es ist wie so oft mit dem Wünschen — glücklicher wird er dabei nicht. „Ich und die Anderen“, das das Open Air Summer Special der Berlinale eröffnete, ist ab 29.7.2021 auf Sky abrufbar.  mehr...

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Berlinale Extreme Episoden– Berlinale Series zeigt sechs internationale TV-Serien

Die Berlinale Series sind seit ein paar Jahren Bestandteil des Festivals und schlagen in diesem Jahr einen weiten Bogen. Machismo aus Argentinien, Krimi aus Skandinavien, eine US-Doku oder die neue Serie des Briten Russell T Davies über die Anfänge der AIDS-Pandemie im London der 80er Jahre: „It’s a Sin“. „Extremismus“ im positivsten Sinn nennt das Sektionsleiterin Julia Fidel.  mehr...

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Film „Nebenan“: Regiedebüt von Daniel Brühl

In einer Altberliner Eckkneipe treffen ein alt eingesessener Ostberliner und ein zugezogener Filmstar aufeinander. Was als schwarze Komödie über Gentrifizierung beginnt, entwickelt sich zum abgründigen Psychothriller. Der höchst unterhaltsame Film von und mit Daniel Brühl hatte auf der Berlinale Premiere und startet am 14.7. in den Kinos.  mehr...

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Berlinale Tom Schilling und Saskia Rosendahl überzeugen in „Fabian“ von Dominik Graf

„Fabian", der berühmte und zugleich für seine Zeit ungewöhnliche Roman von Erich Kästner, erzählt von einem jungen Mann, der im Berlin der späten Weimarer Republik mitten in der Weltwirtschaftskrise zu überleben versucht. Dominik Grafs Film kommt im laufenden Berlinale-Wettbewerb gleich für mehrere Preise infrage, auch durch die großartigen Hauptdarsteller Tom Schilling, Saskia Rosendahl und Albrecht Schuch.
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Film Berlinale-Jurymitglied Ildiko Enyedi - „Intensive Erfahrung fürs ganze Leben"

„Es ist eine sehr schöne Auswahl in diesem Jahr", freut sich die ungarische Filmregisseurin Ildiko Enyedi. 2017 gewann sie mit ihrem Film „Körper und Seele“ den Goldenen Bären. Dieses Jahr ist sie Jurymitglied einer Berlinale, bei der alles anders ist. Die digitale Pandemie-Ausgabe des Festivals werde eine Erfahrung, „an die wir uns alle ein ganzes Leben lang erinnern werden."  mehr...

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Gespräch Berlinale 2021 – „Eigentlich kein Festival“

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Wegen enger Zeit-Slots auf diesem Portal könnten Filmkritiker*innen gar nicht alle Filme sehen und so ihrer Aufgabe als Berichterstatter und dem Wunsch des Publikums nicht gerecht werden, erklärt Rüdiger Suchsland. Weil es keine Pressekonferenzen gebe, könnten Filmkritiker*innen auch keine Fragen stellen. Darüber hätten sich auch viele Filmemacher*innen beschwert, weil sie keine Reaktionen auf ihre Filme bekämen.
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