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Jean-Claude Carrière war kein Fließbandarbeiter, kein industrieller Verfertiger von Drehbüchern, sondern ein wirklicher Filmmensch, sagt SWR2 Filmkritiker Rüdiger Suchsland über den Tod des Cineasten Jean-Claude Carrière in SWR2. "Die Universalität ist ein ganz wichtiger Faktor für den Erfolg seiner Drehbücher und ihrer Vielfalt".

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Carrière stehe für ein europäisches Autorenkino und habe eng mit Regisseuren wie Luis Buñuel oder Völker Schlöndorff zusammengearbeitet, mit dem er viele wichtige Filme realisierte, etwa "Der diskrete Charme der Bourgeousie". Für Künstler wie Carrière bedeute das Kino so etwas wie ein Gesamtkunstwerk, das den Augenblick auf den Punkt bringen wolle.

Gespräch „Ein Leben für das Kino” - der Regisseur Volker Schlöndorff

Volker Schlöndorff ist in der Nähe von Wiesbaden aufgewachsen und hat noch vor dem Abitur sein Heimatland verlassen, um in seinen Filmen besser darüber erzählen zu können. Gleichzeitig setzt er sich in seinen Filmen immer auch mit der eigenen Geschichte und Indentität auseinander. Der heute 81-jährige hat nicht nur wesentlich den deutschen Autorenfilm mitgeprägt, sondern auch mit seiner oscarprämierten Verfilmung der Blechtrommel von Günter Grass dem deutschen Film internationales Ansehen verliehen. Eine eindrucksvolle Dokumentation mit dem Titel „Volker Schlöndorff – ein Leben für das Kino”, zu sehen in der Mediathek des Kultursenders Arte, zeichnet das Filmschaffen des Regisseurs nach.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

Bühne Schauspiel Stuttgart inszeniert Buñuel-Film: Corona-Würge-Engel ohne Geheimnis

Eine Gruppe von Menschen, eingeschlossen in einem Haus: Der Film „Der Würgeengel“ von Luis Buñuel zeigt die Abgründe, die in einer Ausnahmesituation hinter der bürgerlichen Fassade hervortreten. Am Schauspiel Stuttgart macht Regisseur Viktor Bodó den „Würgengel“ zu einer Metapher auf die Corona-Pandemie. Das ist unterhaltsam, findet SWR2 Kritiker Daniel Stender – aber auch vorhersehbar.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Memoiren von Ex-Berlinale-Chef Dieter Kosslick: Immer auf dem Teppich bleiben

„Ben Hur in 222 Minuten auf der ganz großen Leinwand, das war mein erstes großes Kinoerlebnis“, sagt Dieter Kosslick in SWR2. Der ehemalige Leiter der Berlinale hat seine Memoiren unter dem Titel „Immer auf dem Teppich bleiben“ veröffentlicht. Nicht die Stars und die Show hätten den Job als Berlinale-Leiter aufregend gemacht, sondern die gesellschaftspolitisch relevanten Themen der Filme, so Kosslick im SWR2 Gespräch.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

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