Nobelpreis der Künste

Wim Wenders wird mit Kulturpreis Praemium Imperiale ausgezeichnet

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Wim Wenders in der Botschaft von Japan (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Foto: Gerald Matzka)
Wim Wenders bei der Bekanntgabe der Preisträger in der Botschaft von Japan: „Einem Land, mit dem ich sehr verbunden bin," so Wenders gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit einem Hinweis auf Filmemacher Yasujiro Ozu, Wenders erklärtem großen Meister. Foto: Gerald Matzka

Regisseur Wim Wenders wird mit dem Kulturpreis Praemium Imperiale ausgezeichnet. Zu den diesjährigen Preisträger*innen gehören auch der chinesische Künstler Ai Weiwei, der italienische Maler Giulio Paolini, der aus Polen stammende Pianist Krystian Zimerman und das japanische Architekturbüro SANAA. Das gaben die Organisatoren am 15. September in Berlin bekannt.

110.000 Euro in fünf Kategorien

Der Praemium Imperiale wird jährlich von der Japan Art Association verliehen. Die Auszeichnung ist mit jeweils umgerechnet rund 110.000 Euro dotiert und wird seit 1989 auf Anregung des japanischen Kaiserhauses in Andenken an Prinz Takamatsu (1905-1987) vergeben. Vergeben wird der Praemium Imperiale in den Kategorien Malerei, Skulptur, Architektur, Musik und Theater/Film. Künftig soll die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton mitgestalten, wer den renommierten Praemium Imperiale bekommt.

Wenders umfassendes Werk gewürdigt

Wenders hat Filme wie „Paris, Texas“, „Buena Vista Social Club“ und „Der Himmel über Berlin“ gedreht. Er sei in den 1970er Jahren als einer der Pioniere des Neuen Deutschen Films international bekannt geworden und zähle zu den wichtigsten Vertretern des zeitgenössischen Kinos. Die Japan Art Association würdigte nicht nur seine Spiel- und Dokumentarfilme, sondern auch seine Fotoausstellungen, Monografien, Filmbücher und Essaysammlungen.

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SWR2 Zeitgenossen (2015) Wim Wenders, Regisseur

Es gibt augenblicklich nur wenige deutsche Filmemacher, die zur Weltelite gezählt werden können. Einer davon ist Wim Wenders. Der 1945 geborene Regisseur und Fotograf arbeitet in diesem Gewerbe seit Ende der 1960er-Jahre. Zu seinen großen internationalen Erfolgen gehören "Paris, Texas" von 1984, "Stand der Dinge" oder "Himmel über Berlin", für den er mit seinem langjährigen Freund Peter Handtke das Drehbuch geschrieben hat. Das New Yorker Museum of Modern Art veranstaltet eine Ausstellung und eine Retrospektive zu seinen Ehren.  mehr...

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SWR