Netflix-Serie

„Damengambit" – Rechtsstreit zwischen georgischer Schachspielerin und Netflix beigelegt

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Nona Gaprindaschwili 1962 beim Simultanschach in Moskau (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Mastuykov, Cheredintsev/TASS | Valentin Mastuykov, Valentin Cheredintsev)
Nona Gaprindashvili (r.) 1962 beim Simultanschach in Moskau - gegen Männer. Mastuykov, Cheredintsev/TASS | Valentin Mastuykov, Valentin Cheredintsev

Die georgische Schachspielerin Nona Gaprindashvili hat ihren Rechtsstreit mit dem Streamingdienst Netflix wegen ihrer Darstellung in der erfolgreichen Serie „Damengambit" beigelegt. „Ich freue mich, dass die Angelegenheit gelöst wurde", sagte ihr Anwalt Alexander Rufus-Isaacs am 7. September der Nachrichtenagentur AFP in New York, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. In einer Gerichtsakte vom Vortag hieß es, das Verfahren sei mit Zustimmung aller Parteien eingestellt worden.

Klage auf 5 Millionen Dollar Schmerzensgeld wegen sexistischer Darstellung

Gaprindashvili hatte Netflix im Herbst 2021 auf fünf Millionen Dollar (rund 5 Millionen Euro) Schadenersatz verklagt. Die Darstellung ihrer Person sei „sexistisch und herabsetzend", hieß es in der Klageschrift, die die inzwischen 81-Jährige bei dem Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien einreichte.
Neben der falschen Behauptung, dass die ehemalige Schachweltmeisterin niemals in Schach-Turnieren gegen Männer angetreten sei, war sie im „Damengambit" als Russin statt als Georgierin beschrieben worden.

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„Damengambit" bisher erfolgreichste Netflix-Miniserie

Die Anwälte von Netflix hatten versucht, die Klage mit der Begründung abzuweisen, dass es sich bei der Serie um ein fiktionales Werk handle und sie daher durch die Meinungsfreiheit geschützt sei.

„Damengambit" war die bisher erfolgreichste Mini-Serie von Netflix. Nach Angaben des Streamingdienstes schauten allein in den ersten 28 Tagen 62 Millionen Haushalte die Geschichte des fiktiven Schachgenies Beth Harmon. Die Serie mit Anya Taylor-Joy in der Hauptrolle trieb weltweit den Verkauf von Schachbrettern in die Höhe.

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SWR