Deutscher Filmpreis

Deutscher Filmpreis: „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" zehnmal nominiert

STAND
Filmstill (Foto: Pandora Film/ Berlinale Presse)
Nominiert in zehn Kategorien: „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush", unter anderem für die beste weibliche Hauptrolle: Meltem Kaptan als Rabiye Kurnaz Pandora Film/ Berlinale Presse

Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2022 stehen fest. Die Filme „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ von Andreas Dresen und „Lieber Thomas“ von Andreas Kleinert wurden gleich mehrfach nominiert.

Das Drama um den Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz erhielt zehn Nominierungen, unter anderem in den Kategorien Bester Film, Beste Regie und Beste Hauptrolle.

Der Film „Lieber Thomas“ über den DDR-Schriftsteller Thomas Brasch geht sogar mit zwölf Nominierungen und ebenfalls als „Bester Film" ins Rennen um die Lolas, wie die Deutsche Filmakademie am 12. Mai in Berlin bekanntgab.

Auf acht Nominierungen kommt das Drama „Große Freiheit" über den §175 und dessen Folgen für Homosexuelle in der Bundesrepublik. Der Film von Sebastian Meise ist für die Beste Regie nominiert, außerdem auch als Bester Spielfilm. Insgesamt sechs Filme sind in dieser Kategorie nominiert.

Die Auszeichnungen werden am 24. Juni verliehen. Im vergangenen Jahr war die Tragikomödie „Ich bin dein Mensch" von Maria Schrader als bester Spielfilm ausgezeichnet worden.

Film „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“: Wie die Mutter den Sohn Murat Kurnaz aus Guantánamo holte

„Zur falschen Zeit am falschen Ort“ – auf diese läppische Formulierung schrumpften die Vorwürfe gegen Murat Kurnaz zusammen, als dieser 2006 aus dem US-Gefangenenlager Guantánamo entlassen wurde. Fünf Jahre hatten die USA den in Bremen aufgewachsenen jungen Türken dort unschuldig eingesperrt. In „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ erzählt Regisseur Andreas Dresen, wie die Mutter von Kurnaz für seine Freilassung kämpfte. Eine warmherzige Geschichte über Gerechtigkeit, Freundschaft und Durchhaltevermögen.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Film „Lieber Thomas“ – Andreas Kleinert portraitiert den Ausnahmekünstler Thomas Brasch

Thomas Brasch war ein radikaler Künstler. Einer, der sich mit dem Gewöhnlichen, Gegebenen nicht zufrieden gab und für das Neue stritt – ob als Schriftsteller, Lyriker oder Regisseur. Jetzt hat ihm, mit zehn Jahren Vorarbeit der Berliner Filmemacher Andreas Kleinert ein ausgezeichnetes Filmportrait gewidmet. Kleinerts „Lieber Thomas“ erzählt von der künstlerischen Wucht dieses Ausnahmekünstlers. Kinostart ist an diesem Donnerstag, in der Hauptrolle beeindruckt Albrecht Schuch.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Kinofilm Kinodrama „Große Freiheit“ mit Franz Rogowski: Wie schwule Männer im Nachkriegsdeutschland verfolgt wurden

Der Film „Große Freiheit“ von Sebastian Meise erzählt die Geschichte eines schwulen Mannes, der aufgrund des Paragraphen 175 immer wieder verurteilt und inhaftiert wird. Schon unter den Nazis wird Hans eingesperrt, im KZ. Der §175 gilt „im Tausendjährigen“, im Kaiserreich und auch noch in der BRD. Im Knast lernt Hans den hetereosexuellen Viktor kennen, ihr Verhältnis entwickelt sich von Abscheu, auf Seiten des Nichtschwulen, hin zu einer Freundschaft. Franz Rogowski und Georg Friedrich spielen die beiden Männer mit grandioser Intensität.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

STAND
AUTOR/IN