Rundfunk

Journalist und früherer WDR-Intendant Fritz Pleitgen gestorben

STAND
Journalist Fritz Pleitgen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Foto: Henning Kaiser)
Pleitgen war auch ehrenamtlicher Präsident der Deutschen Krebshilfe, 2020 machte er eine Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs öffentlich. Foto: Henning Kaiser

Der frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen ist tot. Pleitgen sei am Donnerstag im Alter von 84 Jahren gestorben, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am 16. September in Köln mitteilte. Der in Duisburg geborene Pleitgen hatte seit 1963 als Journalist beim WDR gearbeitet und war von 1995 bis 2007 dessen Intendant.

Der bis zu seinem Tod in Bergisch Gladbach lebende Pleitgen galt als einer der einflussreichsten deutschen Journalisten und Medienmacher. WDR-Intendant Tom Buhrow erklärte, Pleitgen sei ein hoch angesehener Rundfunkmanager, Korrespondent und politischer Journalist gewesen. Er habe den WDR entscheidend geprägt.

„Fritz Pleitgen stand für Mut und Fairness, und er liebte seinen WDR. Seine Ausstrahlung geht aber weit über diesen Sender hinaus. Er stand sein ganzes Leben lang für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seine Rolle in der Gesellschaft.“

Korrespondent in Moskau, Ost-Berlin und Washington

Pleitgen machte sich ab 1970 als Korrespondent des ARD-Studios in Moskau einen Namen und führte als erster westlicher Journalist ein Interview mit dem damaligen Generalsekretär der KPdSU Leonid Breschnew.

1977 wurde er DDR-Korrespondent in Ost-Berlin und ab 1982 ARD-Studioleiter in Washington und New York. Dem Fernsehpublikum war Pleitgen unter anderem durch zahlreiche Moderationen von „Brennpunkt"-Sendungen oder dem ARD-„Presseclub" bekannt, den er bis 2006 moderierte.

Rundfunklandschaft Auch Frankreichs Senat stimmt für Abschaffung der Rundfunkgebühr

Die geplante Abschaffung der Rundfunkgebühren in Frankreich rückt näher. Nach der Nationalversammlung hat auch der Senat als zweite Parlamentskammer für einen entsprechenden Artikel im Rahmen der Prüfung des Nachtragshaushalts votiert.  mehr...

Kulturmedienschau Habemus Interims-Intendantin: Katrin Vernau soll's beim rbb richten | 8.9.2022

Weißer Rauch über dem RBB-Sendezentrum in Potsdam-Babelsberg gestern am späten Nachmittag: Der Rundfunk Berlin Brandenburg hat nach dem Rauswurf von Patricia Schlesinger eine neue Intendantin, genauer: eine Interims-Intendantin. Katrin Vernau, bislang Verwaltungsdirektorin beim WDR, wurde vom RBB-Rundfunkrat gewählt. Patricia Schlesinger hat sich derweil zum ersten Mal nach ihrem forcierten Abgang im Interview mit der ZEIT zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen geäußert.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Anfänge des Radios Die Geschichte des Rundfunks

Das Radio hat die Welt verändert. Hier die Geschichte des Rundfunks in Originalaufnahmen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN
SWR