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Filmproduzent Thomas Kufus erhält Carl-Laemmle-Produzentenpreis

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Der Filmproduzent Thomas Kufus  (Foto: IMAGO, Mike Schmidt)
Thomas Kufus war auch für's Fernsehen tätig und realisierte die ersten Doko-Soups Deutschlands wie „Schwarzwaldhaus 1902“ und „24h Berlin – Ein Tag im Leben“ Mike Schmidt

Der Filmproduzent Thomas Kufus wird für sein bisheriges Lebenswerk ausgezeichnet. Er soll in diesem Jahr den mit 40.000 Euro dotierten Carl- Laemmle-Produzentenpreis bekommen, wie die Veranstalter am 25. Januar bekanntgaben. Damit werde sein „bisheriges, eindrucksvolles Gesamtschaffen als gesellschaftspolitisch aktiver Produzent“ von zahlreichen Dokumentar- und Spielfilmen gewürdigt.

Zu seinen Produktionen zählen etwa „Der Staat gegen Fritz Bauer“, „Black Box BRD“, „Gerhard Richter Painting“, „Beuys“ und „Kulenkampffs Schuhe“. Er sei „ein Möglichmacher, ein Mediator und ein Kundschafter auf der ständigen Suche nach (Zeit-)Geschichten“.

„Er will Filme machen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, die das Publikum erreichen, es bewegen und zum Nachdenken anregen. Kufus‘ beeindruckende Filmografie belegt, wie engagiertes Kino und Fernsehen wirkungsvoll zu Verständigung und Toleranz beitragen kann.“

Namensgeber des Preises gründete die Universal Studios in den USA

Der Produzentenpreis wird von der Produzentenallianz in Berlin und der Stadt Laupheim in Baden-Württemberg verliehen. Laupheim ist die Geburtsstadt des Filmpioniers Carl Laemmle (1867-1939). Er war im Alter von 17 Jahren in die USA ausgewandert und hatte dort die Universal Studios gegründet. Die nach ihm benannte Auszeichnung soll am 26. Mai verliehen werden.

Gespräch Carl-Laemmle-Produzentenpreis für Filmproduzentin Gabriela Sperl – etwas erzählen, in dem sich die Menschen wiedererkennen

Als Produzentin sei ihr Ziel, etwas zu erzählen, in dem sich Menschen wiedererkennen, sagte die Trägerin des diesjährigen Carl-Laemmle-Produzentenpreises, Gabriela Sperl, gegenüber SWR2, „etwas, wo sie was mitnehmen für ihr eigenes Leben.“ Dabei würden viele Filmstoffe einfach vor ihr stehen.

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Gespräch Relotius-Satire „Tausend Zeilen“: Bully Herbig hat den Medienskandal verfilmt

„Für uns war klar, dass Bully Herbig einer der wenigen in Deutschland ist, die diesen Stoff umsetzen konnten“, sagt UFA-Filmproduzent Sebastian Werninger über den Film „Tausend Zeilen“. DIe Mediensatire befasst sich mit dem Journalismus-Skandal um Claas Relotius, dessen erfundene Geschichten unter anderem beim Spiegel, der Financial Times und der Zeit erschienen waren.

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