Martini, Waffe, Zigarre und ein Mann im Anzug (Foto: imago images, imago images / Panthermedia)

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Kinostart von „Keine Zeit zu sterben“: Alles zum neuen James Bond Film

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Schnelle Autos, wilde Stunts, geschüttelte Martinis und schöne Frauen: Der Mythos James Bond geht mit „Keine Zeit zu sterben“ in eine neue Runde. Zum Kinostart hat SWR2 alles rund um den letzten Film von Daniel Craig für Sie – von Eindrücken der Premiere bis zur Filmmusik.

Kinoplakat von "Keine Zeit zum Sterben" (Foto: imago images, imago images/ZUMA Press)
Am 30.9.2021 kommt nach mehreren pandemiebedingten Verschiebungen der neue James Bond Film in die Kinos. imago images/ZUMA Press

„Keine Zeit zu sterben“ feiert Premiere in der Londoner Royal Albert Hall

Mehrfach wurde der Kinostart pandemiebedingt verschoben, nun ist es endlich soweit: Der fast dreistündige Film, in dem Daniel Craig ein letztes Mal die Rolle des Agenten übernimmt, feierte am 28.9.2021 seine Premiere in London. Doch wie kam der lang erwartete Film beim Publikum an? Sehr gut, meint Korrespondentin Gabi Biesinger, die die Premiere in der Londoner Royal Albert Hall verfolgte:

Ein Film voller Überraschungen: Daniel Craigs Abschied als 007

„Keine Zeit zu sterben“ ist ein Film voller Überraschungen, für Bond selbst, wie für seine Zuschauer*innen – das meint Filmkritiker Rüdiger Suchsland, der den Film bereits gesehen hat. So einen James-Bond-Film hat es noch nicht gegeben. Ob das eine gute Nachricht ist, erfahren Sie in der Besprechung des Agenten-Thrillers:

Warum ist James Bond unsterblich?

Auch knapp 60 Jahre nach „James Bond jagt Dr. No" ist der Kinostart eines neuen 007-Abenteuers ein Großereignis für Branche und Publikum weltweit. Was macht die Filme so erfolgreich? Wie spiegeln sie Zeitgeist und Weltgeschehen? Und: Muss der nächste Bond eine Frau sein? Diesen Fragen widmet sich das SWR2 Forum:

Es ist beruhigend, sich Bond-Filme anzusehen, weil man verlässlich gewisse wiederkehrende Dinge hat. Da kann die Action noch so rasant sein: Es wird schon nicht schlimm werden. Bond wird vermutlich überleben, gleich taucht noch mal Moneypenny auf, und danach gibt es dann Champagner.

Geehrt fühlt sich, wer einen Titelsong zur Bond-Reihe beisteuern darf: Die eindrucksvollsten Bond-Songs

007 hatte sie alle: Ob frech, gefährlich oder unaufhaltsam: Die prestigeträchtigen Titelsongs der Agentenreihe sind untrennbar mit ihren Filmen verbunden. In den elitären Kreis der Künstler*innen aufgenommen werden, die einen Titelsong zu einem James Bond Film beisteuern dürfen, gilt als große Ehre.

James Bond Titelsong "No Time to Die" von Billie Eilish (Foto: imago images, imago images/PA Images)
Die 19jährige Amerikanerin Eilish tritt mit „No Time to Die“ in die Fußstapfen von Musik-Ikonen wie Tina Turner, Shirley Bassey oder Adele und ist damit die jüngste Interpretin eines Bond-Songs aller Zeiten. imago images/PA Images

Mit „No Time to Die“ lieferte Singer Songwriterin Billie Eilish bereits 2020 den Soundtrack für den gleichnamigen Bond-Film, der am 30. September in den deutschen Kinos startet. Zum Kinostart von „Keine Zeit zu sterben“ stellen wir die eindrucksvollsten Songs aus fast 60 Jahren Bond vor.

Leitmotiv seit 1962: Das James Bond Theme aus „007 jagt Dr. No“

Gleich der erste Bond-Film im Jahr 1962 führte die bis heute unveränderte, legendäre Titelmelodie ein. Das Thema gilt als eine der prägendsten Erkennungsmelodien der Popgeschichte und stammt aus der Feder von Monty Norman. Neu arrangiert und bekannt wurde es allerdings durch John Barry, der bis 1987 an fast allen Bond-Songs beteiligt war.

Das prägnante Surf-Gitarren-Riff wird in zahlreichen Bond-Songs referenziert und umspielt, während es für die Figur James Bond als Leitmotiv im Film fungiert.

Das Münchner Rundfunkorchester spielt das James Bond Theme:

Shirley Bassey - Goldfinger (1964)

Shirley Bassey definiert mit ihrer stimmgewaltigen Interpretation von „Goldfinger“ 1964 das Genre des Bond-Songs: Der dritte Bond-Film ist nicht nur dramaturgisch die Grundlage für die folgenden Teile, sondern auch musikalisch.

James Bond Titelsong (Foto: imago images, imago/United Archives International)
Shirley Bassey lieferte gleich für drei Bond-Filme den passenden Soundtrack: Neben „Goldfinger“ steuerte sie auch zu „Diamonds are forever“ und „Moonraker“ den Titelsong bei. imago/United Archives International

Der von John Barry komponierte Song sollte eigentlich kurz vor Erscheinen des Films noch ersetzt werden, weil Filmproduzent Harry Saltzmann „Goldfinger“ als ungeeignet für das junge Kinopublikum empfand. Weil jedoch keine Alternative greifbar ist und die Zeit drängt, bleibt es bei Basseys Version, die zu einem Millionenseller wird und bis heute Maßstäbe für Bond-Songs setzt.

Paul McCartney & Wings - Live and Let Die (1973)

Alles andere als ein typischer Bond-Song: „Live and Let Die“ wurde geschrieben von Paul McCartney und seiner Frau Linda, in Zusammenarbeit mit dem früheren Beatles-Produzenten George Martin. Ein Novum, da bislang alle Bond-Songs von John Barry komponiert wurden. Trotz der Abweichung vom bisherigen Schema der Bond-Songs wird aus der Komposition der McCartneys ein Hit, der ihnen sogar eine Oscar-Nominierung einbringt.

James Bond Titelsong "Live and Let Die" (Foto: imago images, imago images/Cinema Publishers Collection)
Das von Linda und Paul McCartney geschriebene Stück „Live and let die“ wurde Jahre später von der Heavy Metal Band Guns N' Roses gecovert und war auch in dieser Version sehr erfolgreich. imago images/Cinema Publishers Collection

Frischer Wind zeigte sich nicht nur im Soundtrack, sondern auch im zugehörigen Bond-Film, wo erstmals Roger Moore in die Rolle des Geheimagenten schlüpft. Eine neue Ära beginnt, in der Agent James Bond selbstironischer und humorvoller auftritt als noch zu Zeiten Sean Connerys.

Tina Turner - Goldeneye (1995)

Nach einer sechsjährigen Pause ohne neuen Bondfilm zeigt man sich 1995 mit „Goldeneye“ und Pierce Brosnan als neuem Hauptdarsteller wieder von der klassischen Seite, was auch für den Titelsong gilt.

James Bond Titelsong (Foto: imago images, imago images / Photo12)
„Goldeneye“ markiert für die zuvor angeschlagene Bond-Reihe einen Wendepunkt zurück zum Erfolg, woran zweifellos auch Turners Performance ihren Anteil hat. imago images / Photo12

Das Produzententeam will für die Titelmusik zu „Goldeneye“ eigentlich die Rolling Stones, die jedoch absagen. Als man in Tina Turner eine Alternative findet, zeigen sich Bono und The Edge von U2 für die Komposition von „Goldeneye“ verantwortlich und schreiben Turner den Song auf den Leib. Mit Eleganz, Samt und der Verruchtheit, die ein wiederkehrendes Thema in den Bond-Filmen ausmacht, schafft Turner es, einen der bekanntesten Bond-Songs aller Zeiten zu etablieren.

Adele - Skyfall (2012)

Ein 77-köpfiges Orchester, düstere Akkorde und eine sich immer weiter aufbauende Stimme: Die romantische Ballade von Adele greift immer wieder die typische Bond-Kadenz auf und bleibt textlich nah an der Handlung des Films. Kritiker*innen werfen dem Song vor, dass er langweilig sei – Fans sprechen von einer Hommage an die Bond-Songs der 60er und 70er Jahre.

James Bond Titelsong (Foto: imago images, imago/ZUMA Press)
Adele wurde nach ihrem Welthit „Skyfall“ auch für „Keine Zeit zu Sterben“ als Interpretin gehandelt, letztlich bleibt Shirley Bassey aber die bislang einzige Künstlerin, die mehr als einen Bond-Song interpretierte. imago/ZUMA Press

Dennoch schafft der Titelsong zum gleichnamigen Bond-Film aus dem Jahr 2012 das, was zahlreichen anderen Bond-Hymnen bislang verwehrt blieb: Adeles „Skyfall“ gewinnt den Oscar für den besten Song. Mit über sieben Millionen verkauften Exemplaren ist „Skyfall“ einer der erfolgreichsten Songs überhaupt, weitere Auszeichnungen bei den Grammys, Golden Globes und den Brit-Awards folgen.

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